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"Schumi" optimistisch: Budapest kann kommen!

Der Ferrari-Pilot verrät, weshalb er daran glaubt, dass die Roten in Ungarn "konkurrenzfähiger als manche Leute denken" sein werden

(Motorsport-Total.com) - Während seine Fans sich in der dreiwöchigen Sommerpause der Formel 1 vor allem darüber Gedanken machten, ob er und Ferrari in der heißen WM-Phase überhaupt aus eigener Kraft in der Lage sein werden die beiden Weltmeisterschaftstitel gegen die zuletzt dominante Konkurrenz von BMW-Williams zu verteidigen, ließ auch Michael Schumacher nichts unversucht, um sich so gut wie möglich auf die kommenden Rennen vorzubereiten.

Michael Schumacher

Schumacher freut sich schon auf das Rennen auf dem Hungaroring

"Geheimtraining" in Italien

Im Vordergrund stand bei dem 34-Jährigen das Konditionstraining. "In den vergangenen zwei Wochen habe ich, wie immer, sehr viel trainiert", erklärt der Deutsche auf seiner Internetseite wie er die "freie Zeit" verbrachte. Allerdings kombinierte der Ferrari-Pilot das Training wie schon in der Vergangenheit mit seiner Leidenschaft für das Fußball spielen und nahm letzten Samstag an einem Training des Erstligaklubs Juventus Turin teil.

"Das hat super Spaß gemacht. Ich habe das ganze Training normal mitgemacht. Die Option gab es verständlicherweise schon länger, schließlich gehört Juve sozusagen zur Familie, aber bislang hatte es aus irgendwelchen Gründen nie geklappt. Am Samstag dann passte es endlich", freut sich Schumacher im Nachhinein über die Gelegenheit mit den Juve-Stars zu trainieren.

Die Batterien des Weltmeisters sind wieder voll

Die Zeit davor gehörte seiner Frau Corinna und den beiden Kindern Mick und Gina-Maria, mit denen er das herrliche Sommer-Wetter zuhause genossen hatte.

"Nun sind meine Batterien wieder voll. Ich fühle mich topfit für das Rennen in Ungarn, mit dem ich logischerweise viele schöne Erinnerungen verbinde - nicht nur, dass ich dort vor zwei Jahren den WM-Titel holte, auch das Rennen 1998 zum Beispiel ist mir noch lebhaft in Erinnerung", zeigt sich der mit 71 Punkten noch sechs beziehungsweise neun Zählern vor seinen Konkurrenten die Fahrerwertung anführende Pilot froh, dass er nun wieder in seinen Boliden steigen kann.

Schumacher glaubt daran, dass man in Ungarn konkurrenzfähiger seiner wird

Dass es auf dem Hungaroring besser laufen könnte als zuletzt beim Großen Preis von Deutschland, ist nach Einschätzung Schumachers jedenfalls nicht unmöglich: "Es ist doch so: In Hockenheim sahen wir alt aus, das ist wahr, aber das Rennen davor in Silverstone haben wir gewonnen - offenbar gründet sich also die Leistung des Autos auf mehr als auf einen Faktor. Da spielen viele Dinge hinein, auch Sachen wie zum Beispiel die Charakteristik der Kurven oder der Straßenbelag. Ich sehe es daher als ein offenes Spiel, und vielleicht sind wir ja in Ungarn konkurrenzfähiger als manche Leute denken", macht der Ferrari-Pilot sich und den Tifosi Mut.

Erfolgsmüde ist man bei Ferrari noch lange nicht

Dass Ferrari erfolgsmüde geworden ist und die Italiener den erneuten Titelgewinn bereits abgeschrieben haben, kann Schumacher nicht bestätigen, denn in der Gestione Sportiva wurde die letzten Wochen rund um die Uhr gearbeitet.

"Die sind heiß, das weiß ich aus unseren vielen Jahren gemeinsamer Arbeit, aber ich weiß es auch aus den vielen Telefonaten, die ich in der vergangenen Woche mit verschiedenen Leuten dort geführt habe", sagt Schumacher, der sich schon auf den Ungarn-Grand Prix freut: "Budapest kann kommen!"