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Schumacher und Masepin: Portimao und Barcelona werden einfacher

Mick Schumacher und Nikita Masepin haben ihre ersten Rennen in der Formel 1 hinter sich gebracht, nun geht es in bekannte Gefilde

(Motorsport-Total.com) - Zwei Rennen haben Mick Schumacher und Nikita Masepin inzwischen in der Formel 1 absolviert, die Bandbreite an Erfahrungen für die beide Haas-Rookies war dabei enorm. Nicht nur fuhren Schumacher und Masepin in Imola auf einer ihnen völlig unbekannten Strecke. Die wechselhaften Bedingungen in der Emilia-Romagna stellten sie zusätzlich vor große Herausforderungen.

Mick Schumacher

Haas-Rookie Mick Schumacher kennt die Strecken in Portimao und Barcelona bereits Zoom

Gleich im zweiten Rennen mussten sie ein Gefühl für die Regenreifen und Intermediates entwickeln. Dass dies gar nicht so einfach ist, zeigte Schumacher mit seinem Abflug während der Safety-Car-Phase. "Die Fahrer bekommen Infos derzeit wie aus einem Wasserschlauch, jeder Grand Prix bringt etwas Neues. Das ist ideal, um zu lernen", sagt Teamchef Günther Steiner.

Die Strecke in Bahrain kannten sowohl Schumacher als auch Masepin zwar aus der Formel 2 und durch die Testfahrten dort wenige Wochen vor Saisonbeginn, doch bei ihrem Debüt in der Königsklasse zeigten sie teilweise noch Nerven. Der Russe musste sein erstes Rennen nach einem Unfall bereits nach drei Kurven beenden, auch Schumacher baute einen Fahrfehler ein, konnte das Rennen aber beenden.

Steiner: Erfahrungen sind eine gute Sache

"Will man das alles gleich zu Beginn? Vielleicht nicht. Aber wenn es kommt, nimmt man die Erfahrung mit. Ich denke, diese Erfahrungen sind eine gute Sache", sagt Steiner. Auch Masepin bestätigt, dass der Sprung von der Formel 2 in die Formel 1 "riesig" war. "Ich würde sagen, die Menge an Daten, die man in der Formel 1 sammelt, ist vermutlich drei- oder viermal so hoch wie in der Formel 2", sagt der 22-Jährige.


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Für Schumacher war vor allem die Umstellung von Bahrain auf Imola eine völlig neue Erfahrung. "Es war ziemlich schwierig, von einer Strecke, auf der wie ein bisschen getestet und auch ein Rennen gefahren sind, zu wechseln auf einen Kurs, auf dem wir gerade einmal Freie Trainings hatten, um auf unseren besten Level zu kommen. Es war definitiv nicht einfach, aber eine schöne Herausforderung", sagt er.

Die nächste neue Erfahrung für Schumacher und Masepin steht bereits an. Erstmals kommen die beiden in den kommenden Tagen in den Genuss, einen Double-Header zu bestreiten. Zwei direkt aufeinanderfolgende Rennwochenenden in Portimao und Barcelona, die in der Herangehensweise noch einmal besonders sind.

Portimao und Barcelona kein Neuland für Haas-Rookies

Immerhin: an eine neue Strecke müssen sie sich nicht gewöhnen. Beide sind 2019 bereits in der Formel 2 in Spanien unterwegs gewesen, und auch der Kurs in der portugiesischen Algarve ist kein Neuland für sie. "Einer meiner ersten Tests in einem Formel-1-Auto war auf dieser Strecke in Portugal. Ich war dort vorher sieben oder - wenn ich nicht falsch liege - acht Jahre nicht mehr. Aber diese Strecke ist besonders", sagt Masepin.

Auch Schumacher kennt die Strecke vor allem aus Testfahrten, bei ihm war es jedoch ein GP2-Fahrzeug. "Es ist eine tolle Strecke, ich fahre wirklich sehr gerne dort. Es ist ein bisschen wie eine Old-School-Strecke, ähnlich wie Imola. Es ist gut für uns, dass die anderen Teams nicht so viel Erfahrung dort haben, nur die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr. Das wird das Feld enger zusammenbringen", glaubt er.


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In Barcelona ist sein Erfahrungsschatz größer, doch das sieht der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher nicht als Vorteil. "Ich denke, dass jeder bereits dort gefahren ist und jedes Team sich seine Basis dort holt. In jedem Simulator ist Barcelona die Strecke, auf der du beginnst. Jeder hat enorme Erfahrungen dort", sagt der 22-Jährige.

Auch Masepin sieht es ähnlich. "Es ist immer schöner, zu einer Strecke zu kommen, auf der du in der Vergangenheit bereits gefahren bist. Du kennst deine Bremspunkte und die Punkte, wo du langsamer machen musst und wo du schneller werden kannst. Das nimmt definitiv ein paar Herausforderungen weg, aber gleichzeitig bin ich mit all den Jungs in der Formel 2 gemeinsam dort gefahren. Jeder wird also Ähnliches fühlen", sagt er.

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