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  • 12.10.2002 · 11:16

Schumacher: "Ich will natürlich gewinnen!"

Schumacher über seine 50. Pole Position, den Unfall von Allan McNish und noch einmal über die "Zielfoto-Panne" von Indy

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Eine gebieterische Leistung im Qualifying. Nimm uns ein wenig durch das Qualifying mit."
Michael Schumacher: "Da gibt es natürlich kein Geheimnis dahinter. Wir haben ein großartiges Auto, das es uns erlaubt schneller zu sein und auch die Entwicklung, die Bridgestone gemacht hat, stellt keine Überraschung dar. Es macht viel Spaß, das Auto durch die 'Esses' zu schmeißen und die Zeiten zu fahren, die wir erzielen."

Michael Schumacher

Schumacher besitzt den Ehrgeiz auch das letzte Rennen der Saison zu gewinnen

Frage: "Am Ende bist du noch einmal schneller gefahren. Einfach nur um noch einmal ein wenig Spaß zu haben?"
Schumacher: "Nein, das habe ich gemacht weil einige Autos auf die Strecke gingen und sie in der Lage waren, sich zu verbessern. Als ich auf die Strecke ging, da war es nicht zu 100 Prozent klar, auch wenn wir ziemlich optimistisch waren. Als ich erst einmal draußen war gab es keinen Grund an die Box zu kommen, ich war auch auf meiner fliegenden Runde. Ich wollte sie beenden und sehen, was ich erzielen konnte, denn ich nahm eine Veränderung am Setup des Autos vor und wollte es verbessern."

Frage: "Wenn du gewinnst, Zweiter oder Dritter wirst, dann standest du bei allen Rennen in dieser Saison auf dem Podium. Das war ein wahnsinniges Jahr, oder?"
Schumacher: "Ja, wie du schon gesagt hast. Das ist wahr! Es war ein besonders Jahr in jeder Hinsicht, aber lasst uns erst einmal sehen, ob wir es auf das Podium schaffen. Aber jedes Rennen zu beenden oder auf dem Podium zu stehen, dass ist etwas, das die Anstrengungen des Teams aufzeigt. Die Zuverlässigkeit kommt nicht von alleine. Sie kommt durch die sehr gewissenhafte tägliche Arbeit aller Ingenieure zustande. Die Zuverlässigkeit ist bei uns ganz offensichtlich besser als bei allen anderen Teams."

Frage: "War die Unterbrechung des Qualifyings für dich von Vorteil oder Nachteil? Wie hat sie dich beeinflusst?"
Schumacher: "Ich denke, dass dies für alle gleich war. Jeder hatte Zeit ein wenig zu analysieren und - viel wichtiger - zu sehen, wie es Allan geht."

Frage: "Es sieht so aus, als verliefe das Wochenende für dich bisher perfekt, oder?"
Schumacher: "Ja, es gab mit Ausnahme des Hydraulikproblems gestern kein Problem."

Frage: "Und wie verläuft die Zusammenarbeit mit dem 'virtuellen Ross'?"
Schumacher: "Es ist so, als würde er neben uns sitzen. Es ist natürlich anders aber okay. Wir sind es alle gewohnt, seine Stimme zu hören, wir alle wissen, dass er immer bei uns ist. Wenn man die Umstände sieht mit den ganzen Schmerzen, dann weiß man die Anstrengungen zu schätzen, die er für uns unternimmt."

Frage: "Sagen wir du bist in Führung, wie willst du dann nach Indianapolis gewinnen?"
Schumacher: "Zunächst einmal muss ich erst gewinnen können. Natürlich will ich dieses Rennen gerne gewinnen. Ich konnte Rubens das zurückgeben, was er mir in Österreich gab, aus diesem Grund stehen wir nun bei Null und da fangen wir wieder an."

Frage: "Du hast nach dem Rennen etwas unterschiedliche Aussagen getroffen. Was passierte genau auf der Steilwandkurve? Du bist bei der Anfahrt in Richtung Ziellinie weiter oben gefahren. Dort ist eine Menge Schmutz und Gummiabrieb, kann es sein, dass du aus diesem Grund vom Gas gehen musstest?"
Schumacher: "Nein, das war nicht die Folge davon. Ich war auf Schmutz aber ich musste nicht so viel vom Gas gehen wie ich es tat."

Frage: "Das heißt es war deine Entscheidung, zurückzustecken?"
Schumacher: "Ja."

Frage: "Bittest du nach dem Unfall von Allan um mehr Reifenstapel hier?"
Schumacher: "Nach einer solchen Situation gibt es keinen Grund, Veränderungen sofort zu fordern, denn dies ist etwas, das man sich in Ruhe anschauen muss, denn keiner von uns hat den Unfall genau gesehen. Aus dem Winkel sieht man den Unfall nicht genau, aus diesem Grund denke ich, dass wir uns erst einmal alle Informationen besorgen sollten, dann können wir sehen, was zu unternehmen ist."