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Pole für Schumi – McNish übersteht Unfall unverletzt

Während sich Schumacher seine 50. Pole Position sicherte überstand Toyota-Fahrer Allan McNish einen Horrorunfall unverletzt

(Motorsport-Total.com) - Toyota-Fahrer Allan McNish hat bei seinem wohl letzten Qualifying in der Formel 1 einen schweren Unfall unverletzt überstanden. Dem Schotten brach am Kurven-Ausgang der 300 km/h schnellen '130R' das Heck seines TF102 aus, der 32-Jährige versuchte das Heck zunächst durch Gegenlenken wieder einzufangen, verlor dann jedoch die Kontrolle über sein Auto. McNish rutschte daraufhin ins Kiesbett, dort hob der Bolide etwas in die Luft ab und krachte rückwärts in die Reifenstapel. Eine dahinter angebrachte Leitplanke konnte der enormen Wucht des Aufpralls nicht standhalten und wurde durchschlagen.

Allan McNish

Allan McNishs völlig zerstörter TF102 auf dem Abschleppwagen

So schoss Allan McNish mit seinem Toyota durch die Streckenbegrenzung und blieb auf einem Hang liegen, wo er seinem völlig demolierten Auto selbstständig einsteigen konnte, von dem nur die Frontpartie noch zu erkennen war. Der Schotte war sichtlich geschockt, konnte dem Publikum jedoch als Zeichen der Entwarnung zuwinken, musste sich aber erst einmal auf den Boden legen. Das Training wurde umgehend unterbrochen.

Nach dem Abtransport von McNish in das Medical Centre an der Strecke wurde schnell klar, dass der Fahrer nur eine Prellung am Knie davongetragen hat, ansonsten aber wie durch ein Wunder unverletzt geblieben ist. Formel-1-Arzt Prof. Dr. Sid Watkins schickte McNish zur Erholung auf sein Hotelzimmer, ein Krankenhaus muss er nicht aufsuchen. Ob der Schotte am Sonntag starten darf werden die Ärzte zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Bei dem schweren Unfall, der sich 35 Minuten nach Beginn des Qualifyings ereignete, wurde die Streckenbegrenzung so schwer beschädigt, dass die Rennleitung das Training für 75 Minuten unterbrechen musste, damit die Leitplanke repariert werden konnte. Danach wurden die verbliebenen 24 Minuten und 30 Sekunden des Qualifyings fortgesetzt.

Am Ende war Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher der Schnellste. Der Ferrari-Pilot sicherte sich mit einer Zeit von 1:31.317 Minuten seine insgesamt 50. Pole Position und konnte sich im Gegensatz zu vieler seiner Kollegen auch auf seinem letzten Versuch noch einmal verbessern. Teamkollege Rubens Barrichello war rund 0,432 Sekunden langsamer und wird das Rennen von Startplatz zwei aus angehen.

Stark präsentierten sich die beiden McLaren-Mercedes auf den Plätzen drei und vier. David Coulthard konnte dabei mit 0,771 Sekunden Rückstand das Stallduell gegen seinen Teamkollegen entscheiden. Kimi Räikkönen hatte 0,880 Sekunden Abstand auf die Spitze, konnte aber wegen des Qualifying-Abbruchs auch nur drei gezeitete Versuche unternehmen.

Die Plätze fünf und sechs gingen an die beiden BMW-Williams-Fahrer Ralf Schumacher und Juan-Pablo Montoya. Schumacher hatte nach zehn Runden 1,127 Sekunden Rückstand, bei Montoya waren es nach gleicher Rundenanzahl 1,190 Sekunden. Der Kolumbianer konnte sich auf seinem letzten Versuch nicht mehr verbessern, als er in der '130R' über den Randstein in die Wiese rutschte.

Eine starke Vorstellung bot Takuma Sato im Jordan-Honda. Bei seiner stärksten Vorstellung in dieser Saison gelang dem Formel-1-Neuling mit 1,773 Sekunden Rückstand der siebte Platz. Der Japaner ist damit ausgerechnet bei seinem Heimrennen der stärkste Bridgestone-Fahrer hinter den Ferrari und verwies Teamkollege Giancarlo Fisichella auf den achten Rang. Der Italiener hatte 1,959 Sekunden Abstand auf Schumacher.

Damit entschied Jordan das Honda-Duell gegen BAR-Honda für sich. Jacques Villeneuve kam mit 2,032 Sekunden Rückstand auf den neunten Rang. Teamkollege Olivier Panis musste nach technischen Problemen im Einsatzwagen in das T-Car wechseln und kam mit diesem nicht über Platz 16 und 2,875 Sekunden Rückstand hinaus.

Bei Renault entschied Jenson Button mit dem zehnten Platz und 2,112 Sekunden Rückstand das Stallduell für sich. Jarno Trulli belegte mit 2,230 Sekunden Rückstand Platz elf. Es folgt Nick Heidfeld im Sauber auf dem 12. Rang, dem 2,236 Sekunden auf die Bestzeit fehlten. Teamkollege Felipe Massa, der lange Zeit schneller als der Mönchengladbacher war, belegte mit 2,662 Sekunden Rückstand den 12. Platz.

Mika Salo im Toyota wird das erste Heimrennen von Toyota von Platz 13 aus angehen. Der Finne hatte 2,425 Sekunden Rückstand, bei McNish waren es in seiner schnellsten Runde vor dem Unfall 3,874 Sekunden, was Platz 18 bedeutet. Sollte der Schotte am Sonntag fahren können wird er also von einem regulär herausgefahrenen Startplatz aus ins Rennen gehen können.

Bei Jaguar wurde Eddie Irvine mit 2,598 Sekunden Rückstand auf den 14. Rang zurückgeworfen, nachdem sich der Ire auf seinem letzten Versuch einen Fahrfehler erlaubte. Teamkollege Pedro de la Rosa wurde mit 2,910 Sekunden Abstand auf die Spitze als 17. geführt. Das Schlusslicht bildeten die beiden Minardi-Fahrer Mark Webber und Alex Yoong mit 4,641 beziehungsweise 4,950 Sekunden Rückstand auf Michael Schumacher.

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