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Sauber: Neuer Ferrari-Antrieb als kleiner Hoffnungsschimmer

Die Sauber-Piloten erhalten in Barcelona die neueste Ausbaustufe des V6-Hybriden aus Maranello - ohne weitere Updates wird der Anschluss ans Mittelfeld aber schwer

(Motorsport-Total.com) - Zumindest einen Hoffnungsschimmer gibt es vor dem Spanien-Grand-Prix am kommenden Wochenende für die zuletzt arg gebeutelte Sauber-Mannschaft. Neben Haas bekommt auch das zweite Ferrari-Kundenteam zum fünften Rennen des Jahres den modifizierten Antrieb aus Maranello, den das Werksteam bereits vor knapp zwei Wochen in Russland erstmalig einsetzte. Mit mehr Power soll es für die Sauber-Piloten Marcus Ericsson und Felipe Nasr wenigstens ein wenig nach vorn gehen - großen Illusionen gibt sich im Lager der Schweizer aber niemand hin.

Marcus Ericsson, Daniil Kwjat

Als bestes Ergebnis für Sauber steht bislang ein 14. Platz zu Buche Zoom

Ferrari hatte seine Werksautos für Sotschi mit einem Update ausgestattet, das Verbesserungen des Brennraums beinhalten soll. Dafür verwendeten die Italiener drei Entwicklungstoken. Ab Barcelona dürfen nun auch Haas und Sauber mit der neuesten Ausbaustufe des V6-Hybriden fahren, während Toro Rosso die Saison wie vereinbart mit dem 2015er-Antrieb bestreiten muss. Für das finanziell schwer angeschlagene Sauber-Team wird es das einzige Update zum Europaauftakt der Saison bleiben.

Anders als die meisten Teams hat man im Werk in Hinwil keine weiteren Spezifikationen auf Lager - die Geldknappheit lässt aktuell keine aerodynamischen Upgrades zu. Wie berichtet warten die Mitarbeiter des Traditionsteams derzeit noch auf ihre April-Löhne. Für die Moral ist jeder Schritt nach vorn - wie der neue Ferrari-Antrieb - momentan also besonders wichtig. Und so reisen die Piloten Nasr und Ericsson mit Vorfreude nach Barcelona, wenngleich niemand erwartet, dass Sauber plötzlich um Punkte kämpfen wird.

Marcus Ericsson und Felipe Nasr bleiben realistisch

"Ich freue mich auf diesen Kurs und hoffe, dass wir beim C35 einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machen können", gibt sich Ericsson betont zurückhaltend. Auch ohne aerodynamische Updates will er weiterhin fleißig Kilometer und Daten auf der Strecke sammeln und die Arbeit vorantreiben: "Wir alle in der Formel 1 kennen diese Rennstrecke natürlich sehr gut - besonders von den Wintertests. Deshalb wird es vom Fahrverhalten des C35-Autos her interessant sein, alle Daten vom Winter mit den jetzigen Werten bei wärmeren Wetterverhältnissen vergleichen zu können", so der Schwede.


Fotos: Sauber, Großer Preis von Russland


Über Positionen oder Kämpfe im Mittelfeld will auch Nasr nicht sprechen. Der Brasilianer hofft aber schon, dass Sauber die verbesserte Ferrari-Power helfen wird. "Am Rennwochenende wird es wichtig sein, einen passablen Startplatz zu erreichen, weil das Überholen auf diesem Kurs generell schwierig ist." Nasr verweist ebenfalls auf die vielen Testkilometer, die er und sein Team auf dem Circuit de Catalunya absolviert haben und die am Rennwochenende eine Hilfe sein sollen. "Es gibt keinen Kurs, auf dem die Teams eine so große Flut an Daten generiert haben", weiß der 23-Jährige.

Manor im Rennen um die Rote Laterne hinter sich zu lassen, wird also erneut oberste Priorität für das Sauber-Team haben. Wie lange dies ohne konsequente Weiterentwicklung des Boliden allerdings noch funktionieren wird, steht in den Sternen. Wie berichtet haben die Schweizer die Teilnahme an den Testfahrten in Barcelona nach dem Rennwochenende abgesagt, da aktuell weder Upgrades am Auto noch ein Nachwuchspilot - der laut Reglement an mindestens zwei Tagen im C35 sitzen müsste - zur Verfügung stehen.

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