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Rote Flagge: Was tun, wenn's nicht weiter geht?

Die Formel-1-Piloten stehen bei einer langen Rennunterbrechung wie in Silverstone vor der schweren Aufgabe, fokussiert zu bleiben

(Motorsport-Total.com) - Kevin Magnussen setzte sich gemütlich ins Gras, Fernando Alonso ließ sich von seinen Physiotherapeuten noch einmal einrenken und Sebastian Vettel nutzte die Gelegenheit für eine weitere Besprechung mit seinem Renningenieur. Wegen der Rennunterbrechung, die Kimi Räikkönen in der ersten Runde des Grand Prix von Großbritannien mit seinem Unfall ausgelöst hatte und die sich wegen den Reparaturarbeiten an der Leitplanke über eine Stunde lang hinzog, mussten sich die Fahrer etwas einfallen lassen, um bei Laune zu bleiben.

Rote Flagge

Rennunterbrechung: Die roten Flaggen läuteten in Silverstone die lange Pause ein Zoom

"Man steigt ins Auto, man startet, man kommt in Fahrt und dann wird das Rennen unterbrochen und man hat eine ziemlich lange Pause", fasst Sieger Lewis Hamilton die Situation zusammen. "Ich bin zurück in meinen Raum gegangen, habe etwas getrunken und versucht, mir über nichts anderes Gedanken zu machen."

Räikkönen hatte durch seinen heftigen Einschlag in die Streckenbegrenzung jede Menge Trümmerteile über den Asphalt verteilt, weswegen das Safety-Car herausgekommen war. Die rote Flagge und die lange Wartezeit war dem Schaden an der Leitplanke zu verdanken, dessen Behebung sich lange hinzog. "Wir sind mal gespannt, wie die die Leitplanke mit einem Handschraubenschlüssel reparieren. Vielleicht sollten wir einen unserer Jungs mit einem Schlagschrauber da raus schicken, dann könnten wir das beschleunigen", scherzte Toto Wolff daher gegenüber 'Sky'.

Valtteri Bottas

Da kann man nur abwarten: Valtteri Bottas vor dem Neustart in Silverstone Zoom

Die Fahrer mussten trotzdem versuchen, unter Spannung zu bleiben. "Es ist nicht einfach", sagt der Silverstone-Zweite Valtteri Bottas. "Es gibt eine Pause und trotzdem muss man weiter auf das Rennen fokussiert bleiben. Man kann nicht einfach an etwas anderes denken, als das Rennen, man muss dann einfach... vorausschauen - auf den Neustart, wie man die Reifen anwärmen kann und so weiter. Man wartet im Prinzip einfach ab, dass die Zeit abläuft und bleibt auf den nächsten Moment fokussiert."

Auch der Drittplatzierte Daniel Ricciardo stand vor der Herausforderung: "Es ist schwierig, wenn man nicht weiß, wie lange die Pause dauern wird. Das Rennen hat heute um eins begonnen (Ortszeit; Anm. d. Red.), also bereitet man sich darauf vor, um eins seinen höchsten Energielevel zu erreichen. Dann gibt es die Unterbrechung und man weiß nicht genau, ob man die Intensität hoch halten, oder erst einmal entspannen soll. Es nimmt ein wenig den Schwung raus, aber es liegt an uns und unseren Physiotherapeuten, wie wir damit umgehen und sicherzustellen, dass wir für den Neustart wieder bereit sind."

Sebastian Vettel

Pause: Sebastian Vettel wartet, dass das Rennen in Silverstone weitergeht Zoom

Den Australier sah man dabei unter anderem beim Ballspiel mit seinem Trainer. "Manchmal benutzen wir Tennisbälle um meine Hand-Augen-Koordination anzuregen und sicher zu gehen, dass meine Reaktionsfähigkeit da ist", erklärt Ricciardo. "Wir haben da verschieden Übungen. Ich habe keine bestimmten Rituale vor dem Rennen, es kommt immer darauf an, wie ich mich fühle, aber das ist ein Beispiel dafür, was ich so mache. "

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