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  • 12.04.2002 · 10:37

  • von Fabian Hust

Ross Brawn blickt optimistisch auf das Rennen

Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn sieht dem schlechten Wetter gelassen entgegen und vertraut Reifenpartner Bridgestone

(Motorsport-Total.com) - In dieser Saison hat sich bereits eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ein guter Reifen ist. Mit dem schwarzen Gold lässt sich sehr viel Zeit gewinnen, aber auch ebenso leicht einige Zehntelsekunden auf die Konkurrenz verlieren. Aus diesem Grund ist die enge Kooperation zwischen Bridgestone und Ferrari für die Italiener von immenser Bedeutung, wie Ross Brawn, der Technische Direktor der Scuderia, erläutert.

Ross Brawn

Ross Brawn sieht möglichem Regenwetter gelassen entgegen

"Wir kooperieren schon jetzt sehr eng zusammen, haben einige Ingenieure bei Bridgestone und umgekehrt arbeiten auch einige von deren Leuten in Maranello. Ich hoffe, dass wir den Grad der Zusammenarbeit in der Zukunft noch ausbauen können", so der Brite. "Diese Leute arbeiten nicht nur an den Reifen, sondern auch am Auto, um herauszuarbeiten, welche Reifen wir nicht nur für das nächste Rennen, sondern auch für das nächste Jahr und sogar für die Zukunft benötigen. Dieser Arbeitslevel hat uns einen großen Schritt nach vorne gebracht, da es eine sehr offene Beziehung ist. Bridgestone reagiert sehr schnell auf unsere Anfragen und das bedeutet, dass wir immer in der Position sind, die maximale Leistung abzurufen."

Brawn weiter: "Die Reifen sind so wichtig, dass die enge Zusammenarbeit extrem nützlich ist. Wir müssen nun auch auf mehr Strecken testen, wegen des Wettbewerbs durch Michelin und auf Grund der Entscheidung von McLaren, den Reifenhersteller zu wechseln und zu den Franzosen zu gehen. Im letzten Jahr hat McLaren in Barcelona getestet und wir in Mugello, wir konnten da die Daten von beiden Strecke erhalten, das ist nun nicht mehr der Fall. Aus diesem Grund haben wir die Größe unseres Testteams erhöht und testen nun auf Strecken, wo wir in der Vergangenheit nicht getestet haben. Die Verbesserung der Leistung des Autos hängt stark von den Reifen ab und aus diesem Grund konnten wir in Brasilien gewinnen. Wir werden uns dennoch nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, denn ein Rennen bedeutet nicht, dass man überall der Beste ist."

In Imola könnte einem das Wetter entgegenkommen, das Regen verspricht, was Bridgestone deutlich besser liegt als Michelin. Auf jeden Fall möchte man das enttäuschende Rennen des Vorjahres mit einem guten Ergebnis vergessen machen: "Wir hatten im letzten Jahr verschiedene Probleme", erinnert sich Brawn. "Wir hatten uns nicht gut qualifiziert und im Rennen hatte Michael Probleme mit dem Getriebe, die ihn auf den achten Platz zurückfallen ließen. Zusätzlich überhitzten die Bremsen, was wir nicht auf der Telemetrie sahen und am Ende ging dadurch der Reifen kaputt."

"Wir haben aber aus unseren Fehlern gelernt. Der diesjährige Test hat gute Ergebnisse gezeigt, wir können aus diesem Grund zuversichtlich sein, dass wir die richtige Reifenwahl für dieses Rennen getroffen haben. Der Kurs scheint wie gemacht für unsere Gegner, aber unser Auto ist sehr gut in schnellen Kurven und auch auf der Bremse und in Sachen Traktion stark. Das Wetter sieht für das Wochenende schlecht aus, aber wir haben unter diesen Bedingungen getestet und sie sollten uns liegen. Unsere Gegner haben auch hart gearbeitet, aber nach dem letzten Test bin ich zuversichtlich, dass uns die Regenreifen von Bridgestone helfen sollte. Aber wir haben an unserem neuen Auto noch eine Menge Arbeit zu erledigen."

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