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Rosbergs schwierige Abwägungen

Nico Rosberg verhandelt für 2010 mit Teams, von denen er nicht weiß, wo sie fahren werden - FIA-FOTA-Streit mache alles komplizierter

(Motorsport-Total.com) - Der Streit der FIA und FOTA stellt auch die Fahrer vor ungewohnte und vor allem schwierige Probleme. Alle Fahrer, die für 2010 einen neuen Vertrag brauchen, verhandeln nun mit Teams, von denen sie nicht wissen, in welcher Serie sie antreten werden. Das behindert die Diskussionen immerhin am Rande.

Nico Rosberg

Nico Rosberg wünscht sich einen Kompromiss im FIA-FOTA-Streit Zoom

"Das macht es komplizierter", so Rosberg. "Die Serie gibt es ja noch nicht. Sie haben nur angekündigt, nicht mehr in der Formel-1-Weltmeisterschaft zu fahren. Das ist derzeit leicht chaotisch und macht es sehr schwierig."#w1#

"Es liegt jetzt in der Hand der FIA. Die können jetzt entscheiden, ob sie alle verklagen oder einen Schritt in die Richtung der FOTA gehen", fuhr er fort. "Ich glaube, die FOTA-WM wäre schon attraktiver als die Formel-1-WM, wenn alle Teams rübergehen und dort die besten Fahrer sind."

Dennoch sei die derzeitige Phase enttäuschend, auch für seinen Teamchef Frank Williams. "Er möchte weiter gegen die ganzen großen Teams fahren, gegen die er schon 30 Jahre lang Rennen fährt", erklärte er. "Ich habe gestern aus seinem Gesicht herausgelesen, dass er schon sehr schockiert war."

"Irgendwie habe ich ja schon noch die Hoffnung, dass die sich doch noch einigen. Es ist ja nicht viel verlangt so eine Einigung, warum sollte man alles kaputtmachen?", fragte er. Ungeachtet dessen, die Teamwahl schreitet für 2010 voran. "Ich glaube, ich habe für das nächste Jahr ganz gut Möglichkeiten."