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Ron Dennis konnte kein anderer Fahrer beeindrucken

Der McLaren-Mercedes-Teamchef nahm kein Blatt vor den Mund, als er erklärte, warum er Lewis Hamilton für 2007 verpflichtet hat

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag hatte das McLaren-Mercedes-Team bekannt gegeben, dass man Lewis Hamilton als Teamkollege von Fernando Alonso für die Formel-1-Saison verpflichtet hat. Das Team hat sich lange Gedanken darüber gemacht, ob man dem 21-Jährigen bereits eine Saison in einem Top-Team zumuten kann, schließlich hat der junge Brite bisher nur rund 1.300 Testkilometer im McLaren-Mercedes abgespult.

Ron Dennis

Ron Dennis hatte dieses Jahr nicht die "Qual der Wahl"

Das Talent des dunkelhäutigen Rennfahrers wird bereits jetzt von den Medien gefeiert, doch Teamchef Ron Dennis warnt davor, die Erwartungen an den amtierenden GP2-Champion zu hoch zu schrauben: "Natürlich bestehen wir als Grand-Prix-Team um Rennen zu gewinnen und die Erwartung zu haben, dass Lewis in der kommenden Saison gewinnt ist nicht unrealistisch, wenn das Auto eine starke Leistung zeigt", wird der Brite von 'autosport.com' zitiert. "Aber dies wird sicherlich nicht in der Anfangsphase der Saison der Fall sein. Das ist natürlich eine viel zu hohe Erwartung."#w1#

Was der 59-Jährige von seinem neuen Fahrer erwartet ist Durchhaltevermögen, er solle auch dann nicht die Flinte ins Korn werfen, wenn er sich nicht so gut qualifiziert oder im Rennen abschneidet, wie er oder Außenstehende dies erwarten. Sollte das Nachwuchstalent jedoch solch einen Einsatz zeigen, wie man dies in diesem Jahr in der GP2 gesehen hat, dann wäre Dennis schon zufrieden.

Die ersten paar Rennen solle er konzentriert angehen und sich aus möglichem Ärger raushalten: "Wenn er das tut, dann werden wir erleichtert sein. Dies ist jener Bereich, in dem wir ein gewisses Maß an Geduld mitbringen müssen und wir werden geduldig sein."

Dass die Wahl auf Lewis Hamilton fiel, war für Ron Dennis schlussendlich selbstverständlich. Man habe das gesamte Fahrerfeld analysiert, von den besten drei Piloten konnte man mit Fernando Alonso einen unter Vertrag nehmen, Kimi Räikkönen wechselt zu Ferrari und Michael Schumacher hängte seinen Helm an den Nagel: "Es gab niemanden, der wirklich brillierte. Lewis ist es wert, ihm die Chance zu geben, sodass er uns zeigen kann, zu was er in der Lage ist."

Der Teamchef geht auch nicht davon aus, dass sich die Eingewöhnungsphase von Hamilton im kommenden Jahr negativ auf den Kampf um die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft auswirken wird. Der Brite geht davon aus, dass sein Neuling mit dem Großteil des Starterfeldes von Anfang an mithalten kann: "Ich bin von der Mehrzahl der aktuell in die Formel 1 involvierten Fahrer deutlich unbeeindruckt, und wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, dann hätte ich meine Kollegen ermutigt, einen anderen Weg einzuschlagen."

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