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  • 21.11.2006 · 10:14

Winter-Testfahrten: Der Countdown läuft

Schon in dieser Woche heulen zu PR-Zwecken die Motoren wieder auf, in genau sieben Tagen beginnen dann die offiziellen Winter-Testfahrten

(Motorsport-Total.com) - Noch 114 Tage sind es, bis die Formel-1-Motoren anlässlich des 1. Freien Trainings zum Großen Preis von Australien in Melbourne aufheulen werden, doch bereits in sieben Tagen beginnt auf der spanischen Rennstrecke von Barcelona der erste Winter-Test in Vorbereitung auf die kommende Formel-1-Saison.

Testfahrten

Bei den Testfahrten bereiten sich die Teams auf die Saison 2007 vor

Aber schon in dieser Woche wird zumindest bei BMW wieder der Achtzylinder angelassen, wenn im Rahmen des Formel BMW Weltfinales in Valencia Marco Holzer und Alessandro Zanardi ein paar Runden im BMW Sauber F1.06 drehen werden (wir berichteten).#w1#

Die Tests beginnen mit den alten Autos

Die Testfahrten im November und Dezember sind quasi zum "Aufwärmen" gedacht, denn die neuen Autos, deren Vorstellung auch zahlreiche Fans entgegen fiebern, werden zum großen Teil erst im Januar erstmals auf der Strecke zu sehen sein.

Und auch die spektakulärsten Fahrerwechsel wird man erst mit dem neuen Jahr vollziehen können, schließlich haben die meisten Fahrer einen Vertrag mit ihrem Arbeitgeber bis Ende des Jahres, und nicht jeder befindet sich in der glücklichen Lage, von seinem derzeitigen Geldgeber vorzeitig freigestellt worden zu sein.

Räikkönen und Alonso müssen warten

So muss sich McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen noch bis 2007 gedulden, bis er im Ferrari Platz nehmen darf. Und auch Weltmeister Fernando Alonso hat nicht die Möglichkeit, den McLaren-Mercedes noch in diesem Jahr auszuprobieren. Aus Gründen der Geheimhaltung wird aber keiner der Fahrer für seinen derzeitigen Arbeitgeber testen.

Webber, Klien und Glock schnuppern "frische Luft"

Mark Webber hingegen ist von Williams freigestellt worden und darf für Red Bull Racing testen. Interessant vor allem aus deutscher Sicht ist ein Blick in Richtung des BMW Sauber F1 Teams, das in den kommenden Wochen Ex-Formel-1-Pilot und GP2-Fahrer Timo Glock eine Chance geben wird. Und auch Christian Klien dürfte man bald im Honda-Cockpit sehen, der Österreicher ließ sich vor kurzem einen Sitz anpassen.

Feinschliff für die Motoren

In den kommenden Wochen werden die Teams in erster Linie daran arbeiten, ihre Motoren weiterzuentwickeln, denn gemeinsam mit dem Automobilweltverband FIA einigte man sich darauf, dass die Teams bis zum 15. Dezember der FIA eine Liste mit Teilen vorlegen, die sie modifizieren möchten. Anschließend wird die Entwicklung der Motoren bis auf die bereits festgelegten Ausnahmen "eingefroren".

In diesem Zusammenhang wird Mark Webber eine besondere Erfahrung machen, denn noch im Oktober fuhr der Australier bei Williams mit Cosworth-Triebwerken, in den kommenden Wochen wird er im RB2 mit Ferrari-Motor unterwegs sein, bevor im neuen RB3 dann das Renault-Triebwerk stecken wird.

Umstellung auf die neuen "Monopol-Reifen"

Für die Michelin-Teams wird es zudem eine große Umstellung geben, denn sie müssen auf Bridgestone-Reifen umrüsten. Doch auch für die bisherigen Kunden der Japaner wird es eine neue Erfahrung sein, fährt man doch mit einer völlig anderen Reifen-Mischung und Konstruktion.

Bridgestone wird in den kommenden Wochen lediglich eine Reifen-Spezifikation zur Verfügung stellen. Sollten sich die Gummis des Monopolisten bewähren, so könnten sie auch beim Saisonauftakt in Melbourne zum Einsatz kommen.

In Spanien geht es rund

Los geht es am kommenden Dienstag in Barcelona. Für den 28. November haben sich alle Teams bis auf Toyota und Spyker angemeldet. Während Spyker bisher noch keine Test-Termine bekannt gegeben hat, wird Toyota ab dem zweiten Testtag eingreifen. Am 1. Dezember fahren auf dem 'Circuit de Catalunya' dann nur noch Renault, Ferrari und Toyota.

Der zweite Test beginnt am 5. Dezember in Jerez mit Ferrari, die anderen Teams bis auf Spyker gehen ab dem 6. bis 8. Dezember auf die Strecke. Nach einem Wochenende Pause geht es auf der spanischen Strecke am Dienstag weiter, dann fahren zunächst nur Ferrari und Toyota, bevor die anderen Teams vom 13. bis 15. Dezember auf die Piste gehen. Toyota beendet die Versuche bereits am 14. Dezember.