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Romain Grosjean: Fahrer haben Feuerunfälle verdrängt

Romain Grosjean weiß, dass Feuerunfälle bei den Fahrern keine Rolle in den Köpfen spielen: "Hatten gedacht, das wäre gar nicht mehr möglich"

(Motorsport-Total.com) - Auf jeder Eintrittskarte steht es drauf: "Motorsport is dangerous". Dass die Formel 1 trotz aller Sicherheitsmaßnahmen auch heute noch gefährlich ist, hat spätestens der Unfall von Romain Grosjean in Bahrain gezeigt - auch wenn dieser am Ende verhältnismäßig glimpflich ausging. Doch er hat gezeigt, dass auch in der modernen Formel 1 noch etwas passieren kann.

Romain Grosjean

Romain Grosjean kämpft nach seinem Unfall weiter mit den Folgen Zoom

Zwar hat es mit Jules Bianchi oder Anthoine Hubert auch in der jüngeren Vergangenheit tragische Beispiele gegeben, generell fühlen sich die Fahrer aber eigentlich sicher und blenden die Gefahr aus. "Meine gesamte Generation hat nie ein brennendes Auto gesehen. Wir hatten gedacht, das wäre gar nicht mehr möglich", sagt Grosjean im Interview mit dem Schweizer Fernsehsender 'SRF'.

Sein Unfall habe aber allen in Erinnerung gerufen, dass auch heutzutage noch Feuerunfälle passieren können. "Deshalb wird dieser Unfall noch ein Nachspiel haben", sagt er und sieht das Positive darin: "Es gibt sehr vieles, was wir davon lernen können."

Grosjean glaubt, dass vor allem die Handschuhe zum Thema werden könnten. Denn vor allem seine Hände wurden bei dem Feuer in Mitleidenschaft gezogen, sodass er noch immer unter den Folgen leidet. "Sonst ist mir bei dem Unfall ja praktisch nichts passiert. Die Handschuhe aber können optimiert werden", sagt er.


Fotostrecke: Feuerunfall von Grosjean in Bahrain: Die 15 spektakulärsten Fotos

Denn der Franzose trug starke Verbrennungen an den Händen davon, die immer noch nicht verheilt sind. Noch immer habe er Probleme, morgens seine Hände richtig zu bewegen. Er spricht von einem "furchtbaren" und "schmerzhaften" Gefühl.

Ein gutes Gefühl gibt ihm aber die Tatsache, dass er mit seinem Unfall vielleicht etwas bewegen kann, damit andere Fahrer später einmal noch mehr geschützt sind - so wie ihm vielleicht der Unfall von Jules Bianchi und die Einführung des Halo-Systems das Leben gerettet hat. "Es macht mich stolz, in diese Sicherheitsforschung involviert zu sein, mit der Erfahrung, die ich gemacht habe."

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