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Roberto Merhi: 2015 in zwei Meisterschaften aktiv?

Der Spanier möchte den Deal mit Pons in der Formel Renault 3.5 nicht platzen lassen und nennt die Gründe, warum es ein Vorteil wäre, 2015 in zwei Klassen zu starten

(Motorsport-Total.com) - Manor-Marussia-Pilot Roberto Merhi grübelt, ob er neben dem Formel-1-Engagement parallel für Pons in der Formel Renault 3.5 fahren sollte. Merhi wurde diese Woche von Manor-Marussia für die ersten Rennen der Saison als zweiter Fahrer bekanntgegeben, kurz nachdem er die Rückkehr in die Formel Renault 3.5 sicherstellte, in der er im Vorjahr zu den Titelanwärtern zählte.

Roberto Merhi

Roberto Merhi möchte sich durch Siege in der Formel Renault 3.5 motivieren Zoom

Der Spanier erklärte, dass unabhängig wie lange er für Manor-Marussia fahren kann, sein Formel-Renault-Engagement auch für die Formel 1 hilfreich ist. Zudem möchte er Pons nicht enttäuschen. Sebastian Vettel, Jaime Alguersuari und Daniel Ricciardo blieben der Formel Renault 3.5 ebenfalls treu, als sie 2006, 2009 und 2011 während der Saison in die Formel 1 aufstiegen.

"Vielleicht werde ich in beiden Serien antreten, weil Pons große Bemühungen auf sich genommen hat, um mich zu verpflichten, und Sponsoren aufzutreiben, um mich in diesem Jahr an den Start zu schicken. Seit November haben sie daran gearbeitet", berichtet Merhi. "Es wäre sehr schade, wenn ich ihnen mitteilen würde, dass ich nicht für sie fahren kann."

"Sie haben sehr große Anstrengungen auf sich genommen und ich werde versuchen, mit dem Team weiterzumachen. In der Formel 1 können wir nicht um Siege kämpfen. Wenn man in einer anderen Meisterschaft um Siege kämpfen kann, dann profitiert man davon. Wenn man nur im hinteren Feld unterwegs ist, dann kann man die Motivation verlieren. Ich denke, mental gesehen wäre es besser, in beiden Serien zu fahren."


Fotos: Großer Preis von Australien, Pre-Events


Das einzige Kollisionsdatum der beiden Serien ist Monaco Ende Mai. Der Formel-3-Europameister von 2011 ist überzeugt, dass es besser ist, in der Formel 1 im hinteren Feld unterwegs zu sein, anstatt nach zwei schwierigen Jahren (2012 und 2013) mit Mercedes in der DTM dort weiterzumachen.

"Ich mache das schon mein ganzes Leben lang. Die Formel 1 war mein Ziel. Nun ist der Tag gekommen", erklärt Merhi. "Nach der enttäuschenden Erfahrung, die ich in der DTM machte, bin ich reifer und denke intensiver nach. Ich bin vollkommen vorbereitet." Er erwartet, dass Manors 2014er-Auto "mindestens eine oder zwei Sekunden" hinter dem Mittelfeld zurückliegt und er lediglich mit Teamkollege Will Stevens kämpfen wird. "Ich denke, so wird es kommen, weil alle anderen Teams neue Autos haben. Jeder hat sein Vorjahresauto verbessert", bemerkt er.

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