• 09.07.2011 19:25

  • von Dieter Rencken

Ricciardo: "Werde nicht nervös sein"

Vom letzten Platz wird Daniel Ricciardo seinen ersten Grand Prix starten - Druck verspürt der HRT-Pilot vor der neuen Aufgabe keinen

(Motorsport-Total.com) - Daniel Ricciardo stand in Silverstone vor einer schwierigen Aufgabe. Nie zuvor war der Australier im HRT gesessen. Der Bolide war für ihn nicht nur komplett neu, sondern auch schwieriger zu fahren als der Toro Rosso. Dazu kamen wechselhafte Wetterbindungen an den ersten beiden Trainingstagen. Die Qualifikationshürde schaffte der 22-jährige locker. Seinen ersten Grand Prix wird der Youngster vom 24. und letzten Startplatz in Angriff nehmen. Eine halbe Sekunde fehlte auf seinen erfahrenen Teamkollegen Vitantonio Liuzzi. Im Interview gibt sich Ricciardo gewohnt locker.

Titel-Bild zur News: Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo blickt gespannt seinem Grand-Prix-Debüt entgegen

Frage: "Daniel, wie ist dein erstes Qualifying verlaufen?"
Daniel Ricciardo: "Es war wegen der Wetterverhälltnisse etwas frustrierend und ich konnte keinen zweiten Versuch fahren. Um mehr aus den weichen Reifen herausholen zu können, brauche ich etwas mehr Zeit. Das war etwas enttäuschend. Wir werden sehen. Es wird ein langes Rennen. Es wäre schön, wenn ich ein, zwei Plätze weiter nach vorne komme."

Frage: "Bist du mit deinem Tempo zufrieden?"
Ricciardo: "Generell bin ich sehr zufrieden. Tonio hat im Qualifying einen großen Schritt gemacht. Ich dachte nicht, dass ich mich vom Vormittag auch so stark steigern könnte. Das hat vermutlich damit zu tun, wie ich mit den Reifen umgehe und sie in der Aufwärmrunde auf Temperatur bringe. Mit dem zweiten Satz wollte ich das etwas anders angehen, damit ich mehr Performance aus den Reifen ziehe. Generell bin ich mit meinem Tempo recht zufrieden. Im Qualifying wäre ich lieber etwas näher dran gewesen."


Fotos: HRT, Großer Preis von Großbritannien


Frage: "Wie fühlt sich der HRT im Trockenen an?"
Ricciardo: "Es war ganz gut im Trockenen zu fahren und einige Runden mit den weichen Reifen zu drehen. Generell ist die Balance nicht so schlecht. Es liegt nun an mir, damit ich mehr aus den Pneus heraushole. Man will natürlich im Qualifying mit frischen Reifen hinausfahren und die bestmögliche Zeit fahren."

Frage: "Was erwartest du dir von deinem ersten Grand Prix?"
Ricciardo: "Das Rennen zu beenden ist eine gute Zielsetzung. Tonio war im Qualifying eine halbe Sekunde schneller. Wenn ich diese Lücke im Rennen schließen kann, dann wäre ich zufrieden."

Frage: "Kannst du den HRT und den Toro Rosso miteinander vergleichen?"
Ricciardo: "Von der Rundenzeit her ist der HRT natürlich langsamer. Trotzdem fährt man damit am Limit. Ich bin zwar noch nicht ganz am Limit, aber schon sehr nahe. Wenn man alles aus einem Auto herausholt, dann fühlt es sich immer noch schnell an. Natürlich kommen dabei nicht die Rundenzeiten der Topteams heraus."

"Wir haben weniger Abtrieb, das kostet natürlich Zeit. Die Balance ist nicht schlecht. Ich bin vielleicht hie und da etwas früher vom Gas gegangen und habe woanders wiederum später gebremst. Das summiert sich. Das Auto bereitet mir aber keine Angst."

Frage: "Spürst du Druck?"
Ricciardo: "Ich denke, es ist einfach nur ein weiteres Rennen. Ich starte ganz am Ende, also lastet kein großer Druck auf mir. Ich glaube nicht, dass ich nervös sein werde. Es wird ein langes Rennen. So viele Runden bin ich noch nie gefahren. Ich nehme es wie es kommt. Es wird nicht viel für mich ändern."

Frage: "Wie sind die Rückmeldungen aus deiner Heimat?"
Ricciardo: "Von daheim habe ich viele Nachrichten und Telefonanrufe bekommen. Es ist schön, dass ich in der Zeitung stehe. Hoffentlich kommen bald weitere Australier in die Formel 1."

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