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Renault: Warum Palmer eine Kollision nicht vermeiden konnte

Kevin Magnussen und Jolyon Palmer beenden den Deutschland-Grand-Prix auf den Plätzen 16 und 19 - Palmer fährt mit Bremsplatten in das Heck von Felipe Massa

(Motorsport-Total.com) - Ein kleiner Fehler zerstörte beim Grand Prix von Deutschland nicht nur eine tolle Vorarbeit, sondern gleich zwei Rennen für zwei Fahrer aus verschiedenen Teams. Jolyon Palmer konnte es beim Grand Prix von Deutschland nicht vermeiden, in das Heck von Felipe Massa zu fahren. Der Williams-Pilot musste später aufgeben, am Renault musste der Frontflügel gewechselt werden. Kevin Magnussen litt derweil unter der Strategie, die das Team nicht ausgeklügelt hatte.

Jolyon Palmer

Jolyon Palmer konnte sich in Hockenheim nicht für eine starke Quali belohnen Zoom

Kaum hatten sich die Zuschauer gewundert, dass alle 22 Autos unfallfrei vom Start weggekommen sind, krachte es auch schon in Kurve 6. "In Kurve zwei haben meine Reifen blockiert, was zu einem Bremsplatten führte", erklärt Palmer. "Wegen der Vibrationen konnte ich kaum sehen, wo ich hinfahre und habe dann den Williams berührt, während ich mich gegen einen McLaren verteidigt habe."

Der Rookie kam danach früh an die Box, ließ seinen Frontflügel aber erst beim zweiten Reifenwechsel austauschen. Das gelang dem Team zwar beeindruckender Weise in unter zehn Sekunden, doch Palmer betont: "Danach konnte ich nicht mehr viel machen." Massa musste seinen Boliden wegen der Folgeschäden der Kollision sogar zehn Runden vor Ende des Rennens abstellen.

Auch Magnussen erlebte keinen runden Nachmittag. Der Däne war von Platz 15 ins Rennen gegangen und konnte ein paar tolle Überholmanöver zeigen. In der Endphase des Rennens musste er aber wieder zurückstecken, weil sich seine Zweistoppstrategie nicht auszahlte.


Fotostrecke: GP Deutschland, Highlights 2016

"Wir haben uns vor dem Rennen dafür entschieden, weil die Daten darauf hingewiesen haben", erklärt er. "Dann haben wir gesehen, dass drei Stopps bei unseren Rivalen gut funktioniert haben. Das haben wir aber zu spät festgestellt und müssen daraus lernen. Auf dem weichen Reifen waren wir zu langsam und der superweiche hat schneller abgebaut als wir es erwartet haben. Das hat uns am Ende die Chance gekostet, besser abzuschließen."

Renault hatte sich vor dem Rennen noch Hoffnungen auf den einen oder anderen Punkt gemacht. Palmer war das erste Mal seit dem Saisonauftakt in Australien in den zweiten Qualifying-Abschnitt eingezogen, stand aus Startplatz 14 und hatte beim Start schon einige Plätze gutmachen können.

"Es war nicht das Ergebnis, dass wir uns gewünscht haben, aber wir können aus diesem Wochenende trotzdem einiges mitnehmen", meint Teamchef Frederic Vasseur daher. "Wir haben Q2 erreichen und im Rennen zeigen können, dass der Kampf mit Haas und Toro Rosso möglich ist."

Da keiner der direkten Konkurrenten Punkte holte, bleibt die Reihenfolge im unteren Teil der Konstrukteurs-Tabelle unverändert. Renault geht mit den sechs Punkten von Magnussen aus Russland auf Rang neun in die Sommerpause.

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