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Renault-Simulator: Robert Kubica zurück im Formel-1-Cockpit

Wie Teamchef Frederic Vasseur bestätigt, hat Ex-Pilot Robert Kubica jüngst ein paar Einsätze im Simulator von Renault gehabt - Comeback ausgeschlossen

(Motorsport-Total.com) - Fünfeinhalb Jahre nach seinem schweren Rallye-Unfall ist Robert Kubica wieder Teil der Formel 1. Der Pole hat jüngst in Enstone im Simulator des Renault-Teams gesessen, für das er vor seiner Verletzung gefahren war. "Es stimmt, er hat ein wenig Zeit im Simulator in Enstone verbracht", bestätigt Teamchef Frederic Vasseur die Einsätze des Polen. "Das ist kein Geheimnis."

Robert Kubica

Robert Kubica hat aus seiner aktiven Zeit noch gute Kontakte zu Renault Zoom

"Ich habe eine gute Beziehung zu Robert. Es war interessant, ihn in den Simulator zu setzen und sein Feedback zu sehen", so der Franzose weiter. Gleichzeitig sei das der Anfang der Pläne gewesen, Kubica in der Renault Sport Trophy starten zu lassen. Am vergangenen Wochenende holte der ehemalige Formel-1-Pilot mit dem R.S.01 in Spa-Francorchamps Rang drei im Endurance-Rennen und Rang vier im Pro-Sprint.

Für den Polen war die Arbeit im Simulator allerdings keine Neuheit nach seinem Unfall vor der Saison 2011. Bereits vor drei Jahren wurde der heute 31-Jährige als Simulatorpilot bei Mercedes bestätigt, wo er einige Einsätze für die Silberpfeile fuhr. "Er hat große Erfahrung mit dem Simulator, weil er bei unseren Konkurrenten viel gefahren ist", meint Vasseur.

Ein Renncomeback wird es für den einmaligen Grand-Prix-Gewinner (2008 in Kanada für BMW) allerdings nicht geben. Für einen Einsatz im Rennen ist die Bewegungsfreiheit mit seinem verletzten Arm zu sehr eingeschränkt. Speziell auf engen Stadtkursen wie Monaco und Singapur könnte der Pole gar nicht den gewünschten Lenkradius erreichen. Zwar hatte er sich eine Rückkehr in die Königsklasse gewünscht, musste allerdings einsehen, dass das Utopie ist.