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  • 01.05.2008 · 16:01

  • von Roman Wittemeier

Renault: Motorschaden macht Sorgen

Nach dem Motorschaden am Renault von Fernando Alonso hat man das auslösende Teil entdeckt, aber keine Erklärung für den Defekt gefunden

(Motorsport-Total.com) - Bei Renault herrscht trotz der guten Entwicklung der Performance des R28 vor dem Grand Prix in der Türkei große Unsicherheit. Fernando Alonso war trotz des guten Speeds in Barcelona nicht ins Ziel gekommen, weil ihm auf halbem Weg der Motor versagte. Der Schaden am Aggregat ist mittlerweile im Renault-Firmensitz in Enstone analysiert worden. Ergebnis: man weiß nun, was kaputt ging - aber nicht, warum es kaputt ging.

Fernando Alonso

Ende der Alonso-Dienstfahrt in Barcelona: Motorschaden zur Halbzeit

"Der Motorschaden hat uns wirklich überrascht. Wir haben das Aggregat sofort am Montagmorgen wieder in die Firma gebracht und demontiert. Da haben wir den Fehler erkannt, den wir schon vermutet hatten", beschrieb Teammanager Steve Nielsen. Auf eine genauere Defektbeschreibung wollte er sich nicht einlassen: "Es ist in einem Bereich des Motors etwas kaputt gegangen, wo man immer am Limit arbeitet. Aber so arbeitet man natürlich im Motorsport immer. Aber es ging etwas kaputt, was sonst noch nie Probleme bereitete."#w1#

Da man sich der Standfestigkeit des Aggregates eigentlich sicher war, legten sich nach dem Alonso-Ausfall schnell tiefe Sorgenfalten in die Gesichter der Renault-Techniker. "Es war schon eine kleine Überraschung für uns. Auch wenn wir nun wissen, wo der Fehler lag, so können wir uns dennoch noch nicht erklären, warum das Teil kaputt ging", so Nielsen, der gemeinsam mit seinem Stab von Motorenspezialisten nun weitere Analysen durchführen will.

Motor Engine

Die Renault-Techniker wurden vom Triebwerksschaden überrascht Zoom

Gerade im Hinblick auf die kommenden Rennen ist die ungeklärte Motorenproblematik eine Belastung. "Das macht uns natürlich im Moment etwas Sorgen. Immer, wenn man etwas nicht versteht, hat man damit Sorgen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir bald die Antworten auf unsere Fragen finden werden. Außerdem gehen wir davon aus, dass es eine absolute Ausnahme war."

Renault hat zwischen den beiden Grands Prix in Spanien und der Türkei als eines der wenigen Formel-1-Teams das komplette Equipment zurück in die Fabrik gebracht. Dort sei mehr Personal, um beim Aufbau der Rennfahrzeuge zu helfen, hieß es. Außerdem könnten genaue Analysen eines Motorschadens ohnehin nicht in der Barcelona-Box erledigt werden. "Wenn du einen Schaden in einem Bereich zu beklagen hast, wo es sonst nie Probleme gibt, dann sind meistens Fertigungsprobleme die Ursache. Ich bin im Moment etwas irritiert, aber auch sicher, dass wir die Dinge bis zum Rennen in der Türkei geklärt haben werden", zeigte sich der Renault-Teammanager optimistisch.

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