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Renault für Brasilien optimistisch: Werden viel stärker sein als 2017

Das Renault-Werksteam sieht sich für den Großen Preis von Brasilien 2018 deutlich besser aufgestellt als im vergangenen Jahr - Motor nicht mehr gedrosselt

(Motorsport-Total.com) - Die Plätze zehn und elf waren im Vorjahr für das Renault-Werksteam beim Großen Preis von Brasilien nicht gerade ein berauschendes Resultat. Doch ein Jahr später sieht die Welt wesentlich erfreulicher aus: Nach dem starken Auftritt in Mexiko-Stadt sind Nico Hülkenberg und Carlos Sainz äußerst zuversichtlich, dass die Gelben im Kampf um den "Best of the Rest" in der Formel 1 wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden werden.

Carlos Sainz

Das Renault-Team ist für den Großen Preis von Brasilien guter Dinge Zoom

Der Grund: Anders als im Vorjahr, als Renault die Motoren stark drosseln musste, können sie in Sao Paulo diesmal auf die volle Leistung seines Spec-B-Aggregats zurückgreifen. Nach zahlreichen Motorsproblemen in Mexiko 2017 hatte Renault nämlich die Antriebseinheiten auch für Brasilien runtergedreht. "Es ist zwar dreimal weniger hoch als Mexiko, aber noch immer eine der höchstgelegenen Strecken im Kalender" weiß Sainz. "Wir mussten unsere Motoren hier stark runterdrehen, nachdem wir in Mexiko Probleme hatten." Nico Hülkenberg fügt hinzu: "Das hat uns stark beeinträchtigt."

In diesem Jahr waren die R.S. 18 in Mexiko konkurrenzfähiger denn je in dieser Saison. Das bedeutet: Volle Attacke auch in Interlagos. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir hier die volle Leistung unserer Motoren abrufen können", versichert Sainz. "Damit werden wir hoffentlich etwas weniger anfällig sein als vergangenes Jahr."


Fotos: Grand Prix von Brasilien, Pre-Events


Das Enstone-Team hat auf der Amerika-Tour einen Anstieg in der Formkurve verzeichnen können. "Der Schlüssel war, dass unsere Qualifying-Pace in Austin und Mexiko-Stadt besser war", glaubt Hülkenberg. "Wenn man sich so gut qualifiziert, wie wir es dort getan haben, hat man automatisch eine bessere Chance auf einen guten Sonntag, weil man sofort eine gute Track Position hat. Wir hatten häufig schlechte Startpositionen und dann ist es schwierig, die Positionen gut zu machen. Aber auf manchen Strecken war unsere generelle Pace nicht gut genug - manche kamen uns mehr, andere weniger entgegen."

Doch zu welcher Kategorie gehört das Autodromo Jose Carlos Pace? Sainz hat noch leichte Zweifel: "Es ist nicht nur eine lange Gerade, sondern sie geht auch noch bergauf und durch eine Kurve. Dadurch ist Leistung noch wichtiger." Und der Renault-Motor ist nach wie vor nicht auf dem Niveau von Ferrari und Mercedes, was es gegen Force India und Haas nicht leichter machen wird. "Aber das eine wiegt das andere auf. Es wird sicher nicht so gut wie Mexiko, aber hoffentlich etwas ungefähr auf dem Niveau von Austin."

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