Renault: Bei "Traktormotoren" Rückzug aus der Formel 1
Renault droht damit, sich aus der Formel 1 zurückzuziehen, wenn es tatsächlich Motoren geben wird, die sechs Rennen halten sollen
(Motorsport-Total.com) - Patrick Faure, Vorsitzender von Renault F1 hat sich wenig begeistert über die Pläne von FIA-Präsident Max Mosley geäußert, in den kommenden Jahre stufenweise Motoren einzuführen, die bis zu sechs Rennen lang halten müssen: "Das ist das Ende der Formel 1. Wir werden mit dieser Art von Regel nicht in der Formel 1 bleiben, mit Sicherheit keiner von uns", warnte der Franzose bei der Präsentation des neuen R23 in Luzern. "Die Ein-Motoren-Regel ist ein guter Kompromiss, aber alles andere hat nichts mehr mit der Formel 1 zu tun. Wir wollen doch keine Traktormotoren!"

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"Traktormotoren" kommen für Patrick Faure nicht in Frage
Faure kritisierte ferner die harte Ausdrucksweise der FIA, mit der man die Veränderungen am Reglement verkündet hatte. Der Automobilweltverband hatte ausgesagt, man sei zum Handeln gezwungen gewesen, da die Teams unfähig gewesen wären, selbst Vorschläge zu unterbreiten, wie man die Formel 1 attraktiver und gleichzeitig kostengünstiger gestalten kann: "Es gibt noch einiges, das es zu besprechen gibt. Das einzig völlig Inakzeptable stellt für uns die Regel dar, dass ein Motor sechs Rennen halten soll. Über den Rest kann man sich unterhalten."
Laut Faure muss man schnell wissen, wie die Motoren in der kommenden Saison aussehen werden, da man das Konzept bereits im März festlegen wird: "Wir haben bereits Leute, die sich um den Motor für 2005 Gedanken machen." Trotz der Tatsache, dass man dann definitiv nur einen Motor pro Rennwochenende verwenden wird, planen die Franzosen, an dem als etwas anfälliger geltenden Konzept des großen Zylinderkopfwinkels festzuhalten: "Wir werden wohl ein ähnliches Konzept einsetzen."

