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Renault bedauert Verbrauchslimit: Lieber freies Racing

Renault erneuert die Kritik am Spritlimit in der aktuellen Formel 1 - Sportdirektor Cyril Abiteboul erklärt, wie er das Reglement verändern würde

(Motorsport-Total.com) - Freies Fahren in der Formel 1 war einmal. Seit der Reglementänderung zur Saison 2014 müssen die Formel-1-Fahrer Sprit sparen. 100 Kilogramm Benzin darf ein aktueller Bolide während eines Grand Prix verbrauchen, auch die Benzin-Durchflussmenge ist mit 100 Kilogramm pro Stunde genau geregelt. Durch diese Einschränkungen müssen die aktiven Piloten immer wieder während eines Rennens vom Attacke- in den Schongang schalten, um nicht zu viel zu verbrauchen.

Kevin Magnussen

Renault plädiert für freies Fahren in der Formel 1 - Ab 2017 fünf kg mehr Sprit Zoom

Motorenhersteller Renault hat diese Regelungen schon beim neuerlichen Werkseinstieg 2016 kritisiert. Nun erneuert man die Forderung nach freiem Fahren - die Formel 1 ist schließlich nicht die Langstrecken-WM (WEC).

Im Rahmen des Grand Prix von Spanien merkte Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul an, dass man zwar mit den Regeländerungen für das kommende Jahr leben könne, jedoch einen Bereich verändern würde: "Ich denke, wir wissen, was wir momentan haben. Für eine Veränderung ist es jetzt sowieso zu spät. Wir bereuen nur eine Sache, und das ist das Spritlimit."

Natürlich müsse die Königsklasse des Motorsports effizient arbeiten, doch "das Produkt ist bereits effizient, und außerdem geht die Beschränkung gegen die Leistungsangleichung, von der wir alle denken, dass sie wichtig ist." Renault konnte seit der Einführung der Hybridformel nicht an vorherigen Erfolge anschließen und liegt nun bereits das dritte Jahr im Hintertreffen, wogleich man vor allem in dieser Saison Fortschritte erzielen konnte - weitere sollen mit dem Motorenupdate in Monaco folgen.


Fotostrecke: Designstudie: Formel-1-Regeln 2017

"Wir wollen, dass der Fahrer ständig in einer Position ist, in der er attackieren kann. Er sollte nicht zu sehr auf das Benzin achten müssen", erklärt der ehemalige Caterham-Teamchef. Seine Lösung? "Ich würde die Beschränkung komplett aufheben, um eine Botschaft zu übermitteln." Die Formel 1 sei eben kein Langstreckensport, "es ist nicht die LMP1". Für den Franzosen besteht die Identität der Formel 1 aus anderen Faktoren: "Es sind Sprintrennen, in denen man konstant attackieren sollte."

Wie viel mehr Sprit man bräuchte? "Ich denke, dass drei oder fünf Kilogramm schon ausreichen würden. Aber einfach nur um eine Botschaft zu senden, würde ich jegliche Limitierung aufheben." FIA-Motorenexperte Fabrice Lom erklärt, dass man bereits Änderungen an den Regeln bezüglich der Benzinmenge für 2017 vorgenommen hat: "Es wird um fünf Kilogramm angehoben, um mit den neuen Aero- und Chassis-Regeln übereinzustimmen, weil die Autos viel schneller werden bei mehr Benzinlast, da steigt auch der Verbrauch automatisch." Laut dem Franzosen wurde dies bereits beschlossen: "Es steht im Regelwerk für 2017, dass 105 Kilogramm erlaubt sind."

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