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"Reizt mich nicht": Warum Kimi Räikkönen trotzdem twitterte

Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen stellt sich auf Twitter den Fragen der Fans, hat aber nicht vor, die sozialen Medien in Zukunft auch privat zu nutzen

(Motorsport-Total.com) - Man nennt ihn "Iceman", diesen außergewöhnlichen Rennfahrer, der selten seine Sonnenbrille abnimmt, nicht nur anatomisch schmallippig ausgestattet und für jeden Interviewer eine Herausforderung ist. Sein Auftreten im Fahrerlager der Formel 1 könnte man als wenig sozial bezeichnen. Kein Wunder also, dass Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen auch kein Fan der sozialen Medien ist. Für seinen Arbeitgeber hat er aber eine aufsehenerregende Ausnahme gemacht.

Kimi Räikkönen

Der Beweis: Kimi Räikkönen setzt sich mit den sozialen Medien auseinander Zoom

Von den aktuellen Fahrern haben genau zwei weder einen Twitter-, Facebook-, Instagram-, noch irgendeinen anderen Social-Media-Account: Räikkönen und sein Teamkollege Sebastian Vettel. Die zur Normalität verkommene digitale Kommunikationsform ist allerdings unter den Teams schon längst verbreitet und oft genutzt um auch einen intensiveren Austausch mit den Fans zu pflegen. Fragrunden wurden daher zuletzt vermehrt angewendet. Und einer solchen musste sich nun auch der coole Finne stellen.

Kimi Räikkönen auf Twitter - das erregte nicht wenig Aufmerksamkeit. Welch kultige Atmosphäre den 35-Jährigen umgibt, wird allein dadurch deutlich, dass ein einzelner Smiley beinahe dreimal so viele "Likes" und "Retweets" bekommt wie seine anderen Antworten. Es war der lächelnde Emoji mit den roten Bäckchen auf die Frage, ob ihn Ferrari noch gut mit Eiscreme versorge.

In einen Tweet können nur 140 Zeichen benutzt werden und es ist keine Überraschung, dass Räikkönen so viel Kapazität gar nicht brauchte. Auf die Frage, welche Königsklassen-Ära er bevorzuge, schreibt er: "Jede ist anders. Keine Favoriten.". Ob er V10-, V8- oder V6-Motoren lieber Möge? "V12 eigentlich". Auf das Interesse eines Users an seiner Lieblingsstrecke schreibt er: "Spa mit Sicherheit". Seine Lieblingskurve? "Eau Rouge".

Zu längeren Antworten lässt er sich nur zu dem Themen italienisches Essen ("Es gibt dort immer gutes Essen. Ich mag es sehr."), zu seinem aktuellen Boliden, dem F15-T ("Es gibt nicht wirklich etwas, was ich besonders mag oder nicht. Es ist eine große Verbesserung zum vergangenen Jahr) und zu der Frage, ob sein erst fünf Monate alter Sohn Robin auch Rennfahrer werden soll ("Er kann sich entscheiden, wie er will. Ich werde ihn zu nichts drängen") hinreißen.

Zugegeben, viele neue Informationen hat uns dieses "Q&A" nicht gebracht, aber vielleicht brachte es Räikkönen ein wenig auf dem Geschmack. Zwar schreibt der Finne, um den sich zusammen mit Landsmann Valtteri Bottas derzeit die meisten Wechselgerüchte spinnen, er habe "ehrlich gesagt nicht so viel" Interesse, selbst in den sozialen Medien aktiv zu werden, doch der Fanzuspruch sprach für sich, und anscheinend reicht ja ab und an ein Emoji. Ferrari bestätigte etwas später übrigens noch einmal, dass Räikkönen auch seine Antworten auch wirklich selbst geschrieben hat.

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