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Red Bull: Verstappen muss (noch) bei Ricciardo abschauen...

Max Verstappen gesteht, dass er aktuell noch große Schwierigkeiten hat, seinen Red Bull richtig abzustimmen - Hilfe erhofft er sich von Teamkollege Daniel Ricciardo

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen scheint die Beförderung von Toro Rosso zu Red Bull nach dem Großen Preis von Russland einen ziemlichen Motivationsschub verpasst zu haben. Immerhin konnte der 18-Jährige in Spanien gleich sein erstes Rennen für die Bullen gewinnen. Da kann man schnell übersehen, dass auch der niederländische Überflieger mit den ganz normalen Tücken eines Teamwechsels zu kämpfen hat. Dass der Wechsel innerhalb einer laufenden Saison stattfand, macht die Sache nicht einfacher.

Daniel Ricciardo, Max Verstappen

Max Verstappen ist aktuell noch die Hilfe von Daniel Ricciardo angewiesen Zoom

"Zunächst einmal musst du das Auto ganz anders abstimmen, weil es ein komplett anderes Auto ist. Ich muss noch immer ein bisschen raten", gesteht der 18-Jährige und erklärt: "Ich gewöhne mich gerade erst an das Auto und daran, wie man es abstimmt. Es geht hauptsächlich um die fehlende Erfahrung. Bei Toro Rosso hatte ich Erfahrungswerte aus dem Vorjahr. Dadurch weißt du ein bisschen besser, in welche Richtung du gehen musst."

Diese Erfahrungen fehlen Verstappen mit dem RB12 - beziehungsweise mit den Vorgängermodellen - logischerweise. "Man verlässt sich auf die Daten des Vorjahres, aber es ist etwas anders, weil du nicht selbst im Auto warst", sagt der Niederländer, der erwartet, dass es rund ein Jahr dauern wird, bis er komplett bei Red Bull angekommen ist. "Du musst einfach Erfahrungen mit dem neuen Auto sammeln", erklärt er.


Fotos: Großer Preis von Kanada, Pre-Events


Doch wie will Verstappen den Rest der Saison über die Bühne bringen? Die Antwort: Er wird sich hin und wieder etwas bei seinem Teamkollegen abschauen. "Definitiv. Er hat eine Menge Erfahrung", sagt Verstappen im Hinblick auf Daniel Ricciardo, der schließlich bereits seit 2014 für Red Bull fährt und seitdem bereits drei Siege und elf Podestplätze einfahren konnte.

Der Niederländer verrät: "Du schaust darauf, was sie (der Teamkollege und seine Crew; Anm. d. Red.) machen, denn ich habe noch immer keine Idee, in welche Richtung wir gehen sollen, weil ich hier (in Kanada) zum Beispiel noch nie mit dem Auto gefahren bin." In den kommenden Monaten wird der 18-Jährige daher wohl noch häufiger einen Blick in die Daten seines Teamkollegens werfen.

Übrigens: Das schwierige Monaco-Wochenende, an dem Verstappen gleich dreimal crashte, hat der Niederländer bereits abgehakt. "Natürlich bin ich enttäuscht, aber man lernt aus diesen Wochenenden", erklärt er und verrät: "Manchmal braucht man so etwas, um besser zu werden." Der 18-Jährige gesteht, dass er bei seinem Crash im Rennen "vielleicht etwas übermotiviert" war.

"Ich pushe immer zu 100 Prozent, aber vielleicht ist das in Monaco nicht möglich. Beim nächsten Mal versuche ich 98 Prozent", erklärt er mit einem Lächeln und ergänzt, dass ihn die Unfälle beim kommende Rennen in Montreal nicht beeinflussen werden. "Absolut nicht. Ich sehe Kanada nicht als Straßenkurs, daher bin ich wieder bereit. Es wäre nicht gut, wenn ich mich davon runterziehen lasse."

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