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'Red-Bull'-Team bestätigt - Klien als Fahrer möglich

Dietrich Mateschitz hat die Übernahme des Jaguar-Teams bestätigt, und schon heute sollen weitere Details bekannt gegeben werden

(Motorsport-Total.com) - In London wird heute Vormittag eine Pressekonferenz von Ford stattfinden, bei der offiziell bestätigt werden soll, dass 'Red Bull' das Jaguar-Team gekauft hat und an der Formel-1-Weltmeisterschaft 2005 teilnehmen wird. Das ist zwar schon länger kein Geheimnis mehr, dennoch gibt es in Bezug auf den neuen Rennstall aus Österreich noch einige Fragezeichen.

Christian Klien

Christian Klien hat nun wieder gute Chancen auf einen Formel-1-Platz Zoom

Fix ist nur eins: "Es stimmt, wir haben am Wochenende Jaguar Racing gekauft, haben uns mit Ford geeinigt", erklärte Mateschitz gestern den 'Salzburger Nachrichten'. "Es gibt Dinge, die mir neben ihrer strategischen Richtigkeit und Sinnhaftigkeit auch persönlich große Freude bereiten. Ein eigenes 'Red-Bull'-Team in der Formel 1 gehört zweifellos dazu. Dieser Schritt bedeutet einen vorläufigen Höhepunkt unseres seit über zehn Jahren bestehenden Motorsport-Engagements und ist die logische Ergänzung unseres konsequent geführten 'Red-Bull'-Juniorprogramms."#w1#

Mateschitz setzt notgedrungen auf Cosworth-Motoren

"Wir freuen uns sehr auf die erste Formel-1-Saison mit Jaguar. Das Team hat im alles andere als leichten Jahr 2004 seine Klasse bewiesen und sich besonders durch Zusammenhalt, Motivation und Professionalität ausgezeichnet", fuhr er fort. Nur an Performance hat es oft gefehlt, was sicher auch mit den Cosworth-Motoren zu tun hatte, die nicht auf Top-Niveau liegen. Dennoch wird das 'Red-Bull'-Team nächstes Jahr mit Cosworth-Power fahren, aber schon für 2006 kann sich Mateschitz einen Wechsel vorstellen.

Offen ist noch, wer das Team leiten wird, doch obwohl vieles langfristig auf eine Lösung mit Gerhard Berger hindeutet, scheint es vorerst keine groß angelegte Umstrukturierung in Milton Keynes zu geben: "Ich denke, Tony Purnell und David Pitchforth haben ihren Job bisher gut gemacht", bestätigte Mateschitz, der betonte, dass er "nicht sofort alles über den Haufen werfen", sondern sich erst einmal ein Bild von der Situation machen will.

Prinzipiell wird 'Red Bull' für kommende Saison noch nicht allzu viel am Grundgerüst des Rennstalls rütteln können, weil dafür schlicht und einfach die Zeit fehlt. Das Interimsauto, welches ab kommender Woche in Spanien getestet wird, ist noch ein klassischer Jaguar, und auch die Schlüsselpositionen werden vorerst einfach übernommen. Vereinfacht ausgedrückt tritt das Jaguar-Team 2005 vorerst mehr oder weniger in den Farben von 'Red Bull' an.

Österreichische Lizenz schon 2005 unwahrscheinlich

Große Bedeutung wird auch der Frage zukommen, mit welcher Lizenz der neue Rennstall antreten will. In Österreich ist das Medienecho auf den am Wochenende publik gewordenen Deal gigantisch - selbst das auflagenstärkste Blatt des Landes, die 'Kronen Zeitung', hat sich heute für ein Bild von Christian Klien im Jaguar-Cockpit auf der Titelseite entschieden. Die Fernseh- und Radioprogramme des staatlichen 'ORF' kennen sowieso kaum noch ein anderes Thema.

Aber wird der österreichische Rennstall auch einen österreichischen Fahrer, also Klien, verpflichten? Es sei richtig, "dass für Christian eine zweite Saison nach seinem Lernjahr Sinn machen würde", deutete Mateschitz an. Definitiv ist Kliens Engagement aber noch nicht: "Er wird wie andere Piloten ab Ende November zum Testen kommen, danach wird eine rein sportliche Entscheidung gefällt." Ein Engagement des Amerikaners Scott Speed steht jedenfalls nicht zur Debatte: "Für ihn käme das noch zu früh."

Klien hat plötzlich wieder gute Chancen auf ein Cockpit

Klien selbst, der ohne 'Red Bull' wohl vor dem Aus in der Königsklasse gestanden wäre, nahm die Meldungen natürlich erleichtert auf: "Ich freue mich sehr über die aktuellen Entwicklungen und bin froh, dass 'Red Bull' diese Entscheidung getroffen hat. Für mich persönlich ist es aber noch zu früh, konkrete Aussagen zu treffen. Meine Zukunft war und ist ja nicht unmittelbar mit dem Kauf von Jaguar durch 'Red Bull' verbunden", sagte er dem 'ORF'.

Erst in den nächsten Tagen würden weitere Informationen zum 'Red-Bull'-Projekt durchsickern, ergänzte der 21-Jährige, und "dann wird es Gespräche geben. Ich hoffe auf eine baldige Entscheidung. Am 24. November gibt es noch Formel-1-Testfahrten in Barcelona und da hoffe ich, dass ich mit dabei bin. Natürlich sind jetzt meine Chancen besser als noch vor wenigen Wochen, aber fix ist bis jetzt noch lange nichts."

'Red Bull' hat das Jaguar-Team übrigens für eine Million Dollar - ein rein symbolischer Betrag - gekauft. Im Gegenzug mussten Garantien abgegeben werden, dass der Rennstall zumindest in den nächsten drei Jahren in der Formel 1 sein wird. Das vier Milliarden Euro schwere Unternehmen aus Fuschl bei Salzburg hat damit nicht nur 350 Mitarbeiter übernommen, sondern auch jährliche Kosten von geschätzten 150 Millionen Euro.

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