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Red Bull in Baku: Verstappen begrüßt neuen Motor, warnt aber vor Geraden

Red-Bull-Pilot Max Verstappen freut sich über die rasche Weiterentwicklung bei Honda, auch Strafen seien kein Problem - Baku nicht Red Bulls "beste Strecke"

(Motorsport-Total.com) - Die Red-Bull-Piloten gehen mit einer neuen Antriebseinheit in den vierten Grand Prix und versprechen sich "etwas mehr Performance", wie Max Verstappen am Donnerstag im Baku-Fahrerlager erklärt. Er vermutet aber, dass die langen Geraden weiterhin die Schwachstelle des RB15 in Aserbaidschan bleiben.

Max Verstappen

Max Verstappen sieht Red Bulls Schwäche auf den Geraden Zoom

"Es geht nur um die Zuverlässigkeit und die Haltbarkeit des Motors. Ich denke, wir werden ein bisschen besser dastehen bei der Performance, das wird aber kein großer Schritt sein", konkretisiert der Niederländer die Erwartungen an den neuen Verbrennungsmotor.

Honda hat den Wechsel bereits auf das vierte Rennwochenende vorgezogen, nachdem an Daniil Kwjats Motor in China eine Unregelmäßigkeit festgestellt wurde. Über das Problem sei im Team zwar gesprochen worden, Verstappen geht aber nicht davon aus, dass ihm ein ähnliches Schicksal ereilen wird.

Motor-Verbesserung verglichen mit Mercedes, aber ...

"Von unserer Seite sind wir recht glücklich damit, wie alles eingebaut ist und wie die Prozesse ablaufen. Ich denke nicht, dass das bei uns passiert", hält er fest. Die Zuverlässigkeit ganz generell könne dennoch "immer besser sein".

"Daher haben sie überhaupt ein besseres Motorenkonzept gebracht. Ich bin glücklich, dass sie das machen. Hoffentlich können wir diesen Motor dann ein wenig länger fahren als den ersten, den wir ja auch immer noch verwenden können. Es gab damit ja kein Problem."

Mercedes oder Ferrari werden planmäßig wohl erst beim siebten Rennen einen Tausch vornehmen, um straffrei durch die Saison zu kommen. Dass Honda bereits so früh wechselt, stellt für den 21-Jährigen jedoch kein Problem dar: "Ich bin wirklich glücklich, weil sie hart pushen, um Updates zu bringen."


Max Verstappen im Exklusivinterview

Max Verstappen steht Motorsport.tv Rede und Antwort und spricht auch über einen möglichen Grand Prix in den Niederlanden! Weitere Formel-1-Videos

Er rechnet mit Strafen gegen Saisonende, was jedoch kein Problem sei, argumentiert er. "Im Vorjahr habe ich gezeigt, dass auch wenn man ganz hinten starten muss, man immer noch aufs Podium fahren kann." Das sei schließlich nicht seine größte Sorge.

"Ich bin glücklicher am Ende des Jahres, wenn wir sagen können, wir haben den Power-Abstand zu Mercedes und Ferrari wirklich geschlossen, auch wenn wir mehr Motoren benötigt haben. Das ist okay." Derzeit fehlt Red Bull auf den Geraden noch Power, um mit den beiden Topteams mithalten zu können.

Spürt Verstappen dennoch eine Verbesserung im Vergleich zum Renault-Antrieb des Vorjahres? "Das hängt davon ab, mit wem man sich vergleicht. Verglichen mit Mercedes, ja - aber verglichen mit Ferrari ist der Abstand groß. Der ist aber bei allen groß, daher scheint es, als hätten sie einen wirklich guten Job gemacht."

"Strecke nicht unsere beste im Kalender"

Besonders im dritten Sektor in China, in dem auch die lange Gerade liegt, konnte das Team nicht mithalten. Laut GPS-Aufzeichnungen verlor Verstappen im Durchschnitt neun Zehntelsekunden auf Ferrari, wie 'auto motor und sport' berichtet.

"Ich denke, wir sind näher an Mercedes dran. Es ist wirklich schwierig festzustellen, ob es besser wurde, da sich alle immer verbessern." Generell sei Red Bull vor allem im Renntrimm konkurrenzfähiger. "Im Qualifying sticht hauptsächlich Ferrari heraus. Das ist massiv."

Das motiviere Honda zusätzlich, noch härter zu arbeiten, so Verstappen. Der aktuelle Party-Modus für das Zeittraining bringe ihm "ein paar Zehntel", bleibt er vage. Gäbe es in Baku kürzere Geraden, dann sehe er Red Bull in einer Favoritenrolle.


Fotos: Grand Prix von Aserbaidschan


"Dann könnte man mehr Abtrieb fahren, dann wäre es einfacher. Denn man hat wenig Grip und es liegt viel Schmutz auf der Strecke." Dennoch sei der Kurs am Kaspischen Meer "okay", nur die angesprochenen Geraden würden Red Bull "schmerzen".

Im Mittelteil, den engen, verwinkelten Kurven durch die Altstadt, sieht sich der WM-Dritte hingegen im Vorteil mit dem RB15. "Wenn dein Auto sehr gut liegt im Mittelteil, wo es sehr eng ist, dann ist es nicht so schwierig", prophezeit er. "Ich schätze diese Strecke nicht als unsere beste im Kalender ein. Ich denke, wir müssen einfach konservativ sein und ein gutes Set-up finden. Dann ist alles möglich hier."

Zwar sei Baku nicht unbedingt seine Lieblingsstrecke, Verstappen hat gegen den Stadtkurs aber auch nichts einzuwenden. "Die Mauern sind sehr nahe, wenn man also ein stehendes Vorderrad hat gepaart mit dem niedrigen Griplevel, dann landet man schnell in der Mauer", weiß er.

"... mit einer Minute Vorsprung in Führung liegen"

Deshalb möchte der Niederländer sehr überlegt fahren und sein Ergebnis erneut maximieren. Mit dieser Strategie - einem dritten und zwei vierten Plätzen - konnte er sich bis auf den dritten WM-Rang arbeiten. Er hofft insgeheim auf ein langweiliges Rennen.

"Hoffentlich wird das Rennen wirklich langweilig und ich liege mit einer Minute Vorsprung in Führung, hoffentlich wird das passieren - wobei ich das nicht glaube", lacht er. "Hoffentlich haben wir einfach ein gutes Wochenende." Das hofft auch sein Teamkollege Pierre Gasly.

Der Franzose erwartet ebenfalls einen "Schritt" vom Motorupdate. Dass er ebenfalls sein zweites Aggregat bereits beim vierten Rennen einsetzen wird, macht ihn nicht nervös: "Wir wissen, dass Honda sehr hart arbeitet. Ich denke, wir sind alle glücklich mit ihren Fortschritten."


Fotostrecke: Unfall zwischen den Red-Bull-Piloten in Baku

"Wir wissen, dass wir unterm Jahr noch ein paar mehr Updates bekommen werden." Jedes Team verfolge eben einen anderen Entwicklungsplan. Für das Rennen in Baku möchte er bis zur letzten Kurve "120 Prozent" fokussiert bleiben und auf seine Chance lauern.

"Hier können so viele Dinge passieren, mit dem Safety-Car oder bei Kämpfen auf der Strecke. Auf der langen Geraden kann man jemanden überholen und noch vor Kurve 1 wieder zurücküberholt werden", prophezeit der Franzose. "Es ist ziemlich intensiv und sehr einfach, einen Fehler zu machen." Bis zur letzten Runde sei alles möglich und erreichbar.

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