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Red Bull: Gerüchte um neuartige Aufhängung "Blödsinn"

Angeblich soll Red Bull eine neue geheimnisvolle Aufhängung mit nach Imola bringen, doch Helmut Marko wischt die Gerüchte beiseite

(Motorsport-Total.com) - Red Bull hat Gerüchte über eine angebliche "Wunderaufhängung" dementiert. Gerüchte aus dem Fahrerlager sagen, dass der RB16B beim Rennen in der Emilia-Romagna mit einer neuen Aufhängung fahren wird, die das Verhalten einer Hinterachslenkung simulieren kann.

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Eine solche ist per Reglement verboten, doch indem man die Flexibilität einiger Teile ändert und elektronische Anpassungen an Motor, Differential und dem Brake-by-Wire-System vornimmt, könnte man theoretisch den Winkel der Hinterräder in den Kurven verändern.

Auf die neue Aufhängung angesprochen, winkt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko jedoch ab: "Das ist völliger Blödsinn. Diese 'geheimnisvolle' Radaufhängung sind wir schon beim Auftakt in Bahrain gefahren", betont er gegenüber 'f1-insider.com'.

Zudem sei sie laut dem Österreicher auch gar nichts Besonderes. "Wir mussten sie konstruieren, weil wir eine Aufhängung brauchten, die optimal zum extrem schmalen und engen Heck passt, das wir in dieser Saison um den neuen, kleineren und kompakteren Honda-Motor gebaut haben", so Marko.


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Und: Auch das Reglement spricht gegen diese Theorie. Denn in Appendix 4 des Technischen Reglements ist klar festgelegt, welche Teile die Teams in dieser Saison ändern dürfen. Mechanische Teile wie die Aufhängung fallen unter die Token-Regelung und können nur bis zum Saisonbeginn angepasst werden.

Was Red Bull jedoch darf: Die Software der entsprechenden Teile verändern und so für ein neues Fahrverhalten sorgen.

Die Augen dürften in Imola auf den RB16B gerichtet sein. Chefingenieur Paul Monaghan hatte bereits angekündigt, dass Red Bull für den kommenden Grand Prix "einige Weiterentwicklungen in der Pipeline" habe. Damit will man sich an Mercedes für das verlorene Rennen in Bahrain rächen und sich in eine gute Position für die restliche Saison bringen.

Anm.: Dieser Artikel wurde am Montagabend in anderer Form veröffentlicht, wegen Ungenauigkeiten aber noch einmal editiert.

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