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"Raubkatzen" zeigten in Suzuka keine Krallen

Nach zuletzt guten Leistungen auch in der Qualifikation, mussten sich die Jaguar-Piloten mit den Startplätzen 14 und 17 begnügen

(Motorsport-Total.com) - Zur Enttäuschung von Niki Lauda bewahrheitete sich am Samstag in der Qualifikation das was der Österreicher im Vorfeld des Japan-Grand Prix schon vermutet hatte: Jaguar ist auf Strecken mit viel Abtrieb nach wie vor nicht gut. Auf dem 5,821 langen Suzuka Circuit konnten die beiden Piloten des Teams aus Milton Keynes heute nur die Startpositionen 14 und 17 erreichen.

Eddie Irvine (Jaguar Racing)

Irvine musste seinen Jaguar wegen Motorenschaden frühzeitig abstellen

Eddie Irvine war mit seiner Zeit von 1:33.915 Minuten zum elften Mal in diesem Jahr schneller als Pedro de la Rosa gewesen. Der Spanier hatte auf seiner schnellsten Runde 1:34.227 Minuten benötigt. Besonders ärgerlich für das Jaguar-Team war auch der Motorenschaden der an Eddie Irvines Auto am Ende des Qualifyings auftrat, da sich der Nordire dadurch in den letzten acht Minuten der Session nicht mehr verbessern konnte, während die Konkurrenten dies taten.

Nach der ernüchternden Leistung seines Teams standen Niki Lauda und seine beiden Fahrer wie üblich in ausführlicher Art und Weise Rede und Antwort.

Niki Lauda, Teamchef: "Wir wussten von Anfang an auf Grund der Anforderungen die die Strecke an die Autos stellt, dass wir es hier schwer haben würden. In Spa und Monza konnten wir beweisen, dass wir uns seit Saisonbeginn verbessern konnten, vor allem was Strecken wo wenig Abtrieb verlangt wird angeht. Auf Kursen wo aber maximaler Abtrieb gefragt ist, wie hier in Suzuka, werden unsere Probleme deutlich. Eddie hätte vermutlich zwei Plätze weiter vorne stehen können, doch ein Motorenschaden, was ziemlich selten bei einem Cosworth-V10 vorkommt, beendete seine Session vorzeitig. Der Defekt hatte sich nicht angekündigt und kam aus dem Nichts und deshalb konnte Eddie seine letzte gezeitete Runde nicht mehr zu Ende fahren. Durch die drei Honda-Fahrer innerhalb der Top 10 wird es sehr schwer werden Platz 6 in der Konstrukteurswertung zu verteidigen, doch wir haben in Suzuka ja schon so oft gesehen, dass alles Mögliche passieren kann."

Eddie Irvine: "Ein sehr enttäuschendes Ende einer Session die sich zum Ende hin immer besser für mich entwickelt hatte. Die Strecke selbst wurde am Schluss natürlich immer schneller, doch der Motorenschaden hat mich davon abgehalten mich in den letzten 10 Minuten der Session, der Zeit in der die meisten anderen Fahrer ihre besten Runden fuhren, zu verbessern. Angesichts der Tatsache dass ich ausgangs der 130R auf meinem dritten Versuch schon eine halbe Sekunde schneller gewesen war, war abzusehen, dass uns eine große Verbesserung gelungen wäre, weshalb es natürlich sehr enttäuschend ist die Chance verloren zu haben. Nichtsdestotrotz muss man aber auch sagen, dass wir sehr selten Motorenprobleme haben. Jetzt können wir nur versuchen morgen im Rennen unseren Speed auszuspielen. Letztes Jahr ging ich von Platz 13 in den Grand Prix und ohne das Problem mit der Tankanlage hätten wir damals einen Punkt holen können. Auf dieser Strecke, und angesichts der hohen Ausfallrate hier, ist nichts unmöglich. Aber manchmal kann allein das überfahren der Ziellinie schon eine Belohnung sein."

Pedro de la Rosa: "Um die Sache auf den Punkt zu bringen: Ich hatte heute einfach zu wenig Grip. Die Streckenbedingungen waren aber ziemlich gut. Wenngleich die Balance unseres Autos von Versuch zu Versuch besser wurde, so war unsere Pace an sich leider einfach nicht gut genug, so dass wir weiter vorne hätten stehen können. Während meines ersten Versuchs machte ich auch ein paar Fehler, doch beim zweiten konnte ich mich verbessern. Mein dritter Run wurde durch einen BAR-Honda ruiniert der mir in den Weg kam. Obwohl ich mich beim letzten Versuch dann noch einmal bedeutend steigern konnte, hatte es keine Auswirkung auf meine Startposition. Angesichts der Verbesserungen des Setups für den Frontbereich ist das sehr frustrierend. Morgen wird es ein schwieriges Rennen werden. Unser mangelnder Speed in der Qualifikation lässt nichts Gutes für das Rennen erahnen, doch ich habe keine andere Wahl als mein Bestes zu geben und die Chancen, die sich mir bieten, zu nutzen."

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