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Ralf Schumacher lässt sich von Berger nicht entmutigen

Gerhard Berger glaubt nicht, dass Ralf Schumacher bald Weltmeister werden kann, doch den Deutschen kümmert das wenig

(Motorsport-Total.com) - "Solange Michael noch fährt, wird Ralf wohl nicht mehr Weltmeister", erklärte Ex-BMW-Sportchef Gerhard Berger der 'Bild'-Zeitung. Genau wie viele andere Experten auch hat er seine Zweifel daran, dass "Schumi II" Toyota kurzfristig in ein Siegerteam verwandeln kann, doch davon lässt sich Schumacher selbst nicht entmutigen.

Ralf Schumacher und Gerhard Berger

Einst gemeinsam bei BMW-Williams: Ralf Schumacher und Gerhard Berger Zoom

"Unser Ziel ist es, die Fahrerweltmeisterschaft zu gewinnen", posaunte er über den 'Sunday Mirror' in die Medienlandschaft hinaus. "Ich möchte der Beste sein. Leider ist das bisher nicht passiert. Nach jeder Saison waren ich und das Team am Ende ein bisschen enttäuscht, also habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist, woanders hinzuwechseln. Wenn du nicht mehr daran glaubst, dass es klappen wird, musst du gehen."#w1#

Auch Ralf will wie Michael sein eigenes Team aufbauen

Genau das hat der 29-Jährige, der sechs Jahre für Williams fuhr, nach Ende der zurückliegenden Saison gemacht. Bei Toyota hat er Gelegenheit, genau wie sein Bruder Michael einst bei Ferrari ein Team aufzubauen und seine Handschrift wirken zu lassen. Dass dies eine ungleich schwierigere Aufgabe ist als sich in ein gemachtes Nest zu setzen, ist ihm bewusst, dennoch glaubt er langfristig an Erfolge mit Toyota.

"Toyota ist ein junges Team, das erst seit ein paar Jahren in der Formel 1 ist. Sie sind ambitioniert, genau wie ich, und glauben daran, ein Auto bauen zu können, mit dem sie die Fahrer- und Konstrukteurs-WM gewinnen können. Wo hätte ich sonst hingehen sollen? Abgesehen von Ferrari sehe ich kein Team, das mir das hätte geben können, was ich will. Toyota hat einen Fünfjahresplan, dann wollen sie ganz vorne sein. Es ist ein Risiko, aber ein aufregendes", sagte er.

Sein Ex-Chef Berger traut ihm aber keinen Erfolgsrun Marke Schumacher/Ferrari zu: "Das Zusammentreffen der klugen Köpfe bei Ferrari ist eine einmalige Konstellation. So etwas ist nicht kopierbar. Die großen Teams verfügen über ähnliches Geld. Den Unterschied machen die Menschen. Und da liegt Ferrari weit vorn. Toyota benötigt mindestens 3 bis 5 Jahre, bis sie um den Titel kämpfen können. Michael ist für alle in der Formel 1 unerreichbar. Ralf benötigt bei Toyota viel Geduld."

Berger warnt: "Toyota könnte der Schritt in die Pension gewesen sein"

Darüber hinaus stellt der Österreicher die Risiken von Schumachers Wechsel zu Toyota in den Vordergrund: "Ralf muss sich beweisen, sonst könnte Toyota der Schritt in die Pension gewesen sein. Ich traue ihm die Aufgabe gegen seinen Kollegen Trulli zu. Er kann ihn packen." Einfach wird dies aber nicht, gilt der Italiener doch als einer der schnellsten Piloten der Formel 1. Wenn dann auch noch das Auto langsam sein sollte, könnte "Schumi II" der sportliche Totalabstieg drohen.

Dennoch steht er selbst zum Engagement bei Toyota, schließlich haben ihm bei BMW-Williams die Perspektiven gefehlt: "Hätten wir dieses Jahr um den Titel mitgekämpft und hätte ich das Gefühl gehabt, dass es nächstes Jahr klappen kann, dann wäre ich geblieben. Das war aber nicht der Fall. Außerdem muss man im Sport aufpassen, nicht erst dann zu wechseln, wenn es schon zu spät ist. Ich habe das Richtige getan."

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