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  • 09.06.2012 · 00:26

  • von Stefan Ziegler

Räikkönen: War es noch zu kühl für Lotus?

Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen zeigt sich zufrieden mit dem ersten Trainingstag in Montreal, glaubt aber, höhere Temperaturen könnten nicht schaden

(Motorsport-Total.com) - Das französisch-britische Lotus-Team war beim Trainingsauftakt in Kanada recht unauffällig im breiten Formel-1-Mittelfeld unterwegs. Romain Grosjean und Kimi Räikkönen landeten über 1,1 Sekunden hinter der Spitze "nur" auf den Rängen 14 und 15, doch deshalb schrillen im Team noch lange nicht die Alarmglocken. Vielmehr hatte man angesichts der Temperaturen bereits mit dergleichen gerechnet.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen landete am Freitag nur im Mittelfeld, ist aber sehr zuversichtlich

Der Lotus E20 ist schließlich bekannt dafür, besonders bei wärmeren Bedingungen sehr gut zu funktionieren. Am Freitag war es in Montreal aber vergleichsweise kühl, woran Räikkönen auch die Leistung seines Teams festmacht. "Insgesamt hatte ich ein gutes Gefühl. Es fehlt mir insgesamt vielleicht ein bisschen an Grip", meint der finnische Rennfahrer. Dies sei aber wetterbedingt.

"Es dürfte ruhig ein bisschen wärmer sei. Das hilft uns meist dabei, die Reifen auf Temperatur zu bringen", erklärt Räikkönen, wähnt sich aber auch so in einer guten Verfassung: "Ich denke, wir sollten gut aufgestellt sein. Wenn wir die Reifen noch etwas besser zum Arbeiten kriegen, wäre das eine gute Hilfe." Die beiden von Pirelli angebotenen Pneumischungen hätten sich jedoch gut geschlagen.

Speziell die weiche Variante habe einen guten Eindruck hinterlassen. "Ich legte mehr als 20 Runden auf diesen Pneus zurück und dabei gab es für uns keinerlei Probleme. Die Reifen schienen auch danach noch in Ordnung zu sein", sagt Räikkönen. Der Weltmeister von 2007 war zum Auftakt in Kanada übrigens knapp zwei Zehntel langsamer als sein Lotus-Teamkollege Romain Grosjean.