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Räikkönen beeindruckte Lotus beim Test

Lotus-Renningenieur Simon Rennie war von Kimi Räikkönens Test in Valencia beeindruckt - Der Finne arbeitete professionell und gliederte sich gut ins Team ein

(Motorsport-Total.com) - Lotus hat den neuen E20 präsentiert, mit dem Kimi Räikkönen sein Comeback in der Formel 1 feiern wird. Ab Dienstag wird sich der "Iceman" mit seinem neuen Arbeitsgerät vertraut machen. Zur Vorbereitung ist der Weltmeister von 2007 bereits in einem zwei Jahre alten Formel-1-Boliden gesessen. Am 23. und 24. Januar legte Räikkönen über 600 Kilometer auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia zurück. Dabei beeindruckte er gleich die versammelten Ingenieure mit seinen Fähigkeiten, obwohl er zwei Jahre lang in keinem Formel-1-Auto gesessen war.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen hat beim Test mit dem Lotus-Team Bekannschaft gemacht

"Es ist sehr gut gelaufen. Er ist ein fantastischer Fahrer mit einer guten Bilanz auf der Strecke und viel Erfahrung. Es war deshalb keine Überraschung ihn sofort wieder auf Speed zu sehen", sagt Renningenieur Simon Rennie, der im Vorjahr Nick Heidfeld betreut hatte. Lotus veröffentlichte keine Rundenzeiten von den Tests, war aber mehr als zufrieden. "Wir waren alle beeindruckt, wie schnell er wieder auf Tempo war. In seinem ersten Versuch fuhr er eine Runde, die nur wenige Zehntelsekunden langsamer war als seine beste Runde des Tages."

"Es war unglaublich. Am zweiten Tag war er noch schneller. Alles war positiv." Dass Räikkönen schnell ist, hat er oft bewiesen. Es wird ihm aber nachgesagt, nicht der beste Entwickler und Teamplayer zu sein. Bei Lotus wurde dieser Eindruck bislang nicht bestätigt. Im Gegenteil: "Man kann mit ihm sehr einfach arbeiten. Er ist extrem professionell und fokussiert", beschreibt Rennie. "Außerdem ist er entspannt und wir hatten mehrere Wortgeplänkel, was wichtig ist, um eine gute Verbindung aufzubauen."


Fotos: Kimi Räikkönen testet in Valencia


"Vier Ingenieure und ich haben mit Kimi gearbeitet und er hat uns ständig mitgeteilt, was ihm gefiel und was nicht. Das war sehr nützlich für uns, da es hilft, das Auto so abzustimmen, dass es seinem Stil am besten passt. Das führt automatisch dazu, dass er sich wohlfühlt und schnelle Rundenzeiten fährt." Trotz seiner Ausflüge in der Rallye-WM sowie einem kurzen NASCAR-Gastspiel hat Räikkönen nichts von seinen Fähigkeiten verlernt.

Rennie schildert ein Beispiel, wie gut die Reflexe und das Gespür des 32-Jährigen trotz der Pause sind: "Über Nacht verschoben wir die Bremsbalance etwas weiter nach hinten, um das Blockieren der Hinterräder zu ändern. Kimi merkte am nächsten Morgen in der Installationsrunde sofort den Unterschied, und warum er vorhanden war. Wenn man zwei Jahre nicht in einem Formel-1-Auto gesessen ist und sofort diese feinen Unterschiede spürt, dann zeigt das, wie scharf er als Fahrer ist."

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