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  • 09.03.2020 · 11:03

Racing Point: 2021er-Auto wird keine weitere Mercedes-Kopie, aber ...

Für Racing Point wird es 2021 keine Option sein, den 2020er-Mercedes zu kopieren - Technikchef Andrew Green glaubt trotzdem, dass man vom neuen Ansatz profitiert

(Motorsport-Total.com) - Racing Point wählte bei der Entwicklung für den RP20 einen neuen Ansatz. Anstatt selbst nach innovativen Lösungen zu suchen, baute man stattdessen den Weltmeister-Mercedes aus dem Vorjahr zu großen Teilen nach. Das scheint sich auszuzahlen, denn bei den Tests in Barcelona machte der neue Bolide einen sehr schnellen Eindruck. 2021 wird man allerdings wieder zu einem anderen Ansatz wechseln müssen.

Sergio Perez

Der Racing Point RP20 erinnert an einen umlackierten Mercedes W10 Zoom

Weil es im kommenden Jahr ein komplett neues Reglement gibt, kann man nicht auf Teile des Vorjahres zurückgreifen beziehungsweise diese nachbauen. "Stimmt", räumt Technikchef Andrew Green ein. "Aber wir haben durch diesen Prozess viel darüber gelernt, wie man ein Auto schneller macht. Und das werden wir nicht mehr verlernen. Sondern wir werden versuchen, das für 2021 anzuwenden", betont er.

"Die Prozesse und die Denkweise, wie man ein Auto schnell macht, bleiben ja gleich", so Green, der davon überzeugt ist, dass Racing Point auch 2021 - dann unter dem Namen Aston Martin - ein schnelles Auto bauen wird. Grundsätzlich ist er aber kein großer Freund des neuen Reglements. "Wir bedauern sehr, dass diese Regeln nicht noch ein paar Jahre beibehalten werden", verrät er.


Analyse Racing Point RP20 vs. Mercedes W10

"In denen steckt noch so viel Potenzial. Für uns ist das jetzt wie Jahr 1", erklärt er im Hinblick auf den neuen Ansatz bei Racing Point und ergänzt: "Ich glaube, dass wir in Jahr 2 und 3 weitere große Fortschritte machen würden. Das wird aber nicht passieren. Sondern nächstes Jahr wird alles auf null gesetzt. Es steckt noch jede Menge Potenzial in diesem Auto."

Allerdings wird Racing Point vermutlich nie erfahren, wie groß dieses Potenzial tatsächlich ist. "Wir sind von den Ressourcen her so aufgestellt, dass wir früher als andere [Teams] auf 2021 umstellen müssen", erinnert Green und ergänzt daher im Hinblick auf die Saison 2020 und den RP20: "Ich schätze, aus der Fabrik werden ab Sommer keine neuen Teile mehr kommen."


Fotostrecke: Formel-1-Technik 2020: Die Updates beim Test in Barcelona (2)

"Unsere Strategie war von Anfang an, gut aus den Startlöchern zu kommen. Weil im Hinblick auf die Regeln für nächstes Jahr klar ist, dass wir nicht langsam starten und den Speed des Autos mit Upgrades in der Saison langsam aufbauen können, wie wir das vergangenes Jahr getan haben. Das geht dieses Jahr nicht. Eine gute Basis zu Beginn ist 2020 fundamental", erklärt Green.

"Es gibt noch ein paar kleine Updates für dieses Auto, aber das war's dann. Danach konzentriert sich alles auf nächstes Jahr", kündigt er an und erklärt im Hinblick auf die neuen Autos ab 2021: "Der Entwicklungsspielraum ist sehr klein. Daher rechne ich damit, dass sich die Designs sehr schnell annähern werden. Und dass wir bei Autos landen, die alle sehr ähnlich aussehen und ähnlich schnell sind."

Mit ähnlich aussehenden Autos kennt man sich bei Racing Point seit dieser Saison gut aus.

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