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Probelauf für neues Safety-Car-System geplant

Beim Test in Barcelona soll das neue Safety-Car-System erstmals getestet werden, die Rennpremiere ist für Magny-Cours geplant

(Motorsport-Total.com) - Nicht erst seit dem Pech von Heikki Kovalainen in Melbourne und von Nick Heidfeld in Barcelona ist die Regel, dass die Boxengasse während einer Safety-Car-Phase so lange geschlossen bleibt, bis das Feld hinter dem Safety-Car aufgefädelt ist, umstritten. Bereits im Vorjahr hatte es ausgerechnet in Montréal, wo am kommenden Wochenende gefahren wird, erstmals Diskussionen darüber gegeben.

Safety-Car

Die aktuelle Safety-Car-Regel könnte schon bald überarbeitet werden Zoom

Damals war unter anderem Nico Rosberg mit einer Durchfahrstrafe belegt worden, weil er trotz geschlossener Boxengasse mangels Benzin im Tank zum Service kommen musste. Felipe Massa wurde sogar disqualifiziert, weil er während einer der vier Safety-Car-Phase bei roter Ampel am Ende der Boxenausfahrt auf die Strecke zurückging. Nicht zuletzt deshalb wurden die Rufe nach einer Anpassung der Regel zuletzt immer lauter.#w1#

Neue Regel war notwendig

Zur Vorgeschichte: Wenn früher das Safety-Car auf die Strecke kam, dauerte es erst einmal ein Weilchen, bis wirklich das gesamte Feld hinter dem silbernen Mercedes aufgesammelt war und dort eingebremst wurde. Bis zu jenem Zeitpunkt konnten Michael Schumacher und Co. wie die Irren um den Kurs bolzen und sich so während der Gelbphase einen wertvollen Zeitvorteil verschaffen. Dem schob die FIA mit dem Schließen der Boxengasse einen Riegel vor.

Der Nachteil der aktuellen Regel ist aber, dass Fahrer massiv bestraft werden, denen genau dann das Benzin ausgehen würde. Also trafen die Teammanager am Donnerstagnachmittag in Istanbul erstmals aufeinander, um sich Alternativvorschläge auszudenken. Die Richtung, in die es geht, ist klar: Sobald das Safety-Car auf der Strecke ist, sollen alle Autos verlangsamt werden - am besten auf minimal 120 Prozent der normalen Sektorenzeiten.

120-Prozent-Regel während Gelbphasen

Innerhalb der Sportlichen Arbeitsgruppe steht folgende Lösung zur Diskussion: Sobald das Safety-Car auf die Strecke geht, würden alle Fahrer im Cockpit ein Warnsignal angezeigt bekommen. Der Fahrer müsste die Meldung dann innerhalb von fünf Sekunden bestätigen und würde bis zum Boxeneingang auf minimal 120 Prozent der normalen Rundenzeit eingebremst - über einen elektronischen Speedlimiter.

Der erste Testlauf für dieses System, das über die MES-Standardelektronik kontrolliert werden soll, wird beim Barcelona-Test nach dem Kanada-Grand-Prix stattfinden. Laut 'Autosport' ist die Premiere an einem Rennwochenende für den Grand Prix von Frankreich am 20. Juni geplant - allerdings zunächst nur für eine Generalprobe im Freitagstraining. Am kommenden Wochenende bleibt das System aber vorerst noch außen vor.

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