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  • 01.07.2001 · 19:46

Pleiten, Pech und Pannen bei McLaren-Mercedes

Im Kampf um den WM-Titel hat man bei McLaren-Mercedes erneut eine schwere Schlappe einstecken müssen

(Motorsport-Total.com) - David Coulthard belegte im McLaren-Mercedes den vierten Platz beim Grand Prix von Frankreich. Nach 72 Runden fuhr David, der wegen einer Zehn-Sekunden Stop-and-Go-Strafe auf Grund zu schnellen Fahrens in der Boxengasse einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen musste, 17.106 Sekunden hinter Sieger Michael Schumacher (Ferrari) ins Ziel. Mika Häkkinen konnte das Rennen nicht aufnehmen, nachdem sein Wagen am Start zur Formationsrunde wegen eines Problems im Getriebe mit der Starterwelle nicht gestartet werden konnte.

Mika Häkkinen

Mika Häkkinen: 3. Ausfall in Runde 0 - 6. Ausfall in der Saison

David liegt nach zehn von 17 WM-Läufen mit 47 Punkten auf dem zweiten Platz der Fahrerweltmeisterschaft, 31 Zähler hinter dem Führenden Michael Schumacher. McLaren-Mercedes belegt in der Konstrukteurswertung Platz zwei mit 56 Punkten, Ferrari führt mit 108 Zählern.

David und Mika hatten sich für die zweite Startreihe qualifiziert, knapp zwei, beziehungsweise drei Zehntelsekunden hinter der Pole-Position-Zeit von Ralf Schumacher (Williams-BMW).

Beim Start beschleunigte David neben den Ferrari von Michael Schumacher, ordnete sich dann vor der langgezogenen Estoril-Rechtskurve auf Platz drei ein. In der 24. Runde, als Ralf Schumacher an die Boxen fuhr (Standzeit 10.3 Sekunden), war David Zweiter, einen Umlauf später, beim Boxenstopp von Michael Schumacher (7.7 Sekunden), übernahm er für eine Runde die Führung, dann fuhr auch der Schotte zu seinem ersten Stopp an die Box (9.1 Sekunden).

David nahm das Rennen an vierter Position wieder auf, verbesserte sich in Runde 30 auf Platz drei, musste allerdings zwei Umläufe später wegen seiner Stop-and-Go-Strafe erneut an die Box. Der Grund: Er war nach seinem ersten Stopp am Ende der Boxengasse 5 km/h zu schnell gefahren.

In der 51. Runde legte David seinen zweiten regulären Boxenstopp ein (7.6 Sekunden) und fiel von Platz drei auf vier zurück, 32.1 Sekunden hinter dem führenden Michael Schumacher. Zwei Umläufe später fuhr David in 1:16.088 Minuten die schnellste Rennrunde.

Ab der 59. Runde lag David weniger als eine Sekunde hinter Rubens Barrichello (Ferrari), den er zehn Umläufe später in der Adelaide-Haarnadelkurve angriff. Der Brasilianer allerdings verteidigte seinen Platz bis ins Ziel mit 0.725 Sekunden vor David.

"Die Stop-and-Go-Strafe hat meine Chancen ruiniert", sagte David. "Schade, denn heute hatten wir den Speed und hätten um den Sieg fahren können. Aber ich akzeptiere die Strafe für meinen Fehler. In der Schlussphase war ich an Rubens dran, doch es war mir hier nicht möglich ihn zu überholen. Meine Situation im Titelkampf ist nicht einfach, aber ich gebe auf keinen Fall auf. Noch stehen sieben Rennen aus."

"Ich konnte nicht glauben, dass mein Auto nicht gestartet werden konnte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, was das Problem war. Jetzt haben mir meine Techniker erklärt, was nicht funktionierte", erklärte Mika. "Ich bin natürlich enttäuscht. Aber wer denkt, dass ich nicht voll motiviert in die nächsten Rennen gehe, täuscht sich."

McLaren-Mercedes Teamchef Ron Dennis ergänzte: "Wir sind ein Team und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Alle machen mal Fehler. Mikas Problem wurde durch ein falsch zusammen gebautes Teil im Getriebe verursacht."

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "David war heute schnell genug, um ganz vorne mitzufahren, leider hat ihn die Stop-and-Go-Strafe um die Siegchance gebracht. Für Mika war das Rennen beim Start zur Formationsrunde vorbei, weil sein Wagen wegen eines Getriebeproblems nicht gestartet werden konnte."

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