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Pirelli will weitermachen - Aber nicht um jeden Preis

Pirelli möchte der Formel 1 für "acht bis zehn Jahre" erhalten bleiben, jedoch nur, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen

(Motorsport-Total.com) - Seit 2011 ist Pirelli Reifenlieferant der Formel 1, der aktuelle Vertrag mit dem Mailänder Unternehmen läuft noch bis Ende kommenden Jahres. Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen der FIA und Pirelli über eine Verlängerung der Zusammenarbeit, erst vor Kurzem hatte Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery auf eine baldige Entscheidung gedrängt. Der Brite möchte mit Pirelli auch weiterhin die Pneus für die Formel 1 liefern, allerdings nur, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen.

Pirelli-Motorsport-Direktor Paul Hembery

Paul Hembery erläutert die wirtschaftliche Bedeutung der Formel 1 für Pirelli

"Wir wollen nicht um jeden Preis weitermachen, denn wir vorfolgen schließlich auch geschäftliche Interessen, und in einigen Teilen der Welt gibt es in diesem Bereich nach wie vor Probleme", erklärt Hembery im Gespräch mit 'ESPN'. "Aber wenn die Bedingungen rentabel bleiben, würden wir gerne mittelfristig weitermachen. Das haben wir schon immer gesagt, und daran hat sich nichts geändert."

Hembery stellte jedoch klar, dass diese Aussage nicht als Treueschwur gewertet werden soll: "Sollten sich jedoch externe Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben, ändern, könnten auch wir unseren Standpunkt ändern." So hatte Pirelli in der Vergangenheit stets betont, dass das Unternehmen an einem "Reifenkrieg" kein Interesse hat und daher dem Einstieg eines zweiten Herstellers kritisch gegenübersteht. Hembery erklärte, dass aus betriebswirtschaftlicher Sicht nur ein mittelfristiges Engagement in der Formel 1 sinnvoll sei.

"Die meisten Leute gehen davon aus, dann man acht bis zehn Jahre im Sport engagiert sein muss, bis sich die Beteiligung auch auf den Verkauf auswirkt", erklärt Hembery. "Das ist letztlich da, was jeder will." Letztlich sei das Engagement in der Formel 1 für Pirelli eine Marketing-Maßnahme, die sich unter dem Strich auch in der Bilanz positiv bemerkbar machen sollte: "Wir sind einer Art technischer Sponsor, der sich jedoch nicht nur aufs Sponsoring beschränkt. Aber mittelfristig wollen wir den Ertrag unserer Investitionen maximieren", so Hembery.

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