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  • 20.11.2012 12:19

Pirelli beim Saisonfinale: Spannung in jeglicher Hinsicht

Auch in Brasilien stehen den Teams die Slick-Mischungen Medium und Hard zur Verfügung - Pirelli-Prototypen für 2013 im Freien Training am Freitag im Einsatz

(Motorsport-Total.com) - Mit Spannung erwarten Motorsport-Fans in aller Welt den Grand Prix von Brasilien. Erst im Saisonfinale am kommenden Wochenende entscheidet sich, ob Sebastian Vettel (Red Bull) seine dritte Weltmeisterschaft in Folge gewinnt, oder Fernando Alonso (Ferrari) nach 2005 und 2006 seinen dritten Titel holt.

Autodromo José Carlos Pace

In Interlagos wird am Sonntag der Formel-1-Weltmeister 2012 ermittelt Zoom

Dass das Titelrennen bis zum letzten Grand Prix der langen Saison spannend bleibt, liegt auch an der Ausgeglichenheit des starken Fahrerfeldes und der Teams. Neben Vettel und Alonso sind in Person von Jenson Button, Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Michael Schumacher in dieser Saison sechs Weltmeister am Start. Insgesamt acht verschiedene Fahrer konnten in den bisherigen 19 Rennen mindestens einen Sieg verbuchen.

Wie schon im vergangenen Jahr wird das Saisonfinale auf dem Autodromo Jose Carlos Pace in Sao Paulo ausgetragen. Reifenhersteller Pirelli nominierte für das entscheidende Rennen wie schon am vergangenen Wochenende in Austin die Mischungen Medium und Hard. Der Kurs in Interlagos gehört zu den kürzeren und technisch anspruchsvollen Formel-1-Strecken. Schnelle Kurven, Haarnadelkurven und beachtliche Höhenunterschiede kennzeichnen die 4,309 Kilometer lange Runde.


Die rasche Abfolge unterschiedlicher Fahrbahnoberflächen erfordert ein Maximum an Grip und Abtrieb. Die langsamste Kurve der Strecke, Kurve 14, ist ein gutes Beispiel für die technischen Herausforderungen, vor die Interlagos die Reifen stellt: In der Bergaufpassage bremsen die Fahrer hart, während sie bereits in die Kurve einbiegen. Bei der Ausfahrt aus der Kurve kommt es für die Piloten darauf an, das Auto trotz Schlupf behutsam unter Kontrolle zu halten.

Neben den Herausforderungen der Strecke ist das Wetter in Sao Paulo bekannt für schnelle Schwankungen. Kurze und heftige Regenschauer sind immer möglich, so dass die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass die Fahrer den Pirelli Intermediate oder den Regenreifen einsetzen müssen. Im ersten Freien Training am Freitag stellt Pirelli jedem Team zwei Extrasätze der Reifenprototypen für 2013 zur Verfügung. Diese Maßnahme soll den Teams einen ersten Eindruck von den Eigenschaften der nächsten Generation der Formel-1-Slicks des italienischen Herstellers vermitteln.

Pirelli-Prototypen für 2013 stehen bereit

Paul Hembery

Paul Hembery gibt den Teams am Freitag einen Vorgeschmack auf die Saison 2013 Zoom

Weil sich die Reifen für 2013 hinsichtlich ihrer Mischungen und Konstruktion deutlich von den Slicks der ausklingenden Saison unterscheiden, erhalten die Teams und Piloten somit eine gute Gelegenheit, erste Vorbereitungen und Analysen zur Entwicklung für die kommende Saison zu treffen. Aufgrund des spannenden Titelduells werden sich viele Fahrer jedoch zu 100 Prozent auf das Rennen konzentrieren wollen. Ob sie die neuen Reifen testen oder nicht, ist nur eine der zahlreichen strategischen Entscheidungen, die Teams und Fahrer im Verlauf des Wochenendes fällen müssen.

"Wir werden den Teams in Brasilien einige Prototypen der Pirelli-Rennreifen des Jahres 2013 vorstellen. Während des Freien Trainings sollen sie einen Vorgeschmack auf die neuen Slicks erhalten können. Weil bis zum kommenden Februar keine Reifentests stattfinden, bietet sich den Teams somit eine sehr wertvolle Gelegenheit, unsere neuen Reifen kennenzulernen, während sie die Arbeit an ihren Boliden für 2013 beenden", so Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery.

"Daher hoffen wir, dass es am Freitag nicht regnen wird", setzt der Brite fort und erklärt: "Aufgrund der veränderten Mischungen und der neuen Konstruktion weisen die Rennreifen des Jahres 2013 andere Eigenschaften auf als die des aktuellen Portfolios. Sie haben ein breiteres Einsatzspektrum und einige Mischungen sind etwas aggressiver. Wir legen derzeit noch fest, in welchem Verhältnis die einzelnen Mischungen zueinander stehen werden. Daher sprechen wir bei den Reifen, die wir in Brasilien vorstellen werden, von Prototypen, statt ihnen bereits eine bestimmte Nominierung zu geben. Die Reifen werden bereits sehr repräsentativ für unsere Design-Philosophie des Jahres 2013 sein. Wir freuen uns daher auf das Feedback der Teams."

Di Grassi erwartet spannendes Wochenende

Lucas di Grassi

Pirelli-Testfahrer Lucas di Grassi kennt den Kurs in Interlagos bestens Zoom

Pirelli-Testfahrer Lucas di Grassi hält mit Blick auf die Rennstrecke von Interlagos fest: "Der Kurs hat von allem etwas - zahlreiche Höhenunterschiede sowie einen guten Rhythmus. Wenn ich mich nicht irre, liegt keine andere Formel-1-Strecke höher, konkret: rund 700 Meter über dem Meeresspiegel. Das hat durchaus großen Einfluss auf den Abtrieb und die Motorleistung. Hinsichtlich der Reifen scheint mir die Nominierung der harten und der mittelharten Mischung die richtige Wahl zu sein, obwohl die Fahrbahnoberfläche ziemlich rau ist."

"Die Kurven sind nicht extrem schnell und belasten die Pneus nicht in dem Maße, wie es beispielsweise in Suzuka der Fall ist", weiß der Brasilianer. "Trotzdem haben wir uns für eine eher konservative Reifen-Nominierung entschieden. Der Medium-Reifen ist die schnellere der beiden Mischungen und besonders für das Qualifying geeignet. Ich gehe davon aus, dass die Teams sich mehrheitlich für eine Ein- oder Zwei-Stopp-Strategie entscheiden werden. Nicht vorhersehbar ist das Wetter. Wird es regnen? Das würde das Rennen und den Ausgang des Titelkampfes noch spannender machen", ist di Grassi überzeugt.

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