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Perez nach Premiere euphorisch: "Wenn ich hier Pole holen kann, dann überall!"

Sergio Perez freut sich nach seiner ersten Pole über eine Runde, die er in 1.000 Versuchen nicht noch einmal hinbringen würde, und sieht das als positives Zeichen

(Motorsport-Total.com) - 215 Rennen musste Sergio Perez auf seine erste Poleposition warten, doch in Saudi-Arabien 2022 war es so weit: Der Red-Bull-Pilot sicherte sich zum ersten Mal in seiner Formel-1-Karriere Startplatz eins und damit auch zum ersten Mal den besten Startplatz für einen Mexikaner (Formel 1 2022 live im Ticker).

Sergio Perez (Red Bull) jubelt über seine erste Formel-1-Pole in Saudi-Arabien 2022

Sergio Perez bejubelt seine erste Formel-1-Pole in Saudi-Arabien Zoom

Und: Zum ersten Mal seit Imola 2021 konnte er Teamkollege Max Verstappen in einem echten Qualifying-Duell schlagen - auch damals war es das zweite Saisonrennen. Der Niederländer startet überraschend nur von Rang vier und musste noch die beiden Ferrari-Piloten zwischen Perez und sich setzen lassen.

Perez selbst hatte hinter Carlos Sainz und Charles Leclerc zunächst nur den dritten Platz nach dem ersten Q3-Versuch belegt, doch im entscheidenden Moment konnte er noch einmal zulegen und sich schließlich nach einer weiteren Verbesserung von Leclerc um 0,025 Sekunden die Poleposition sichern.

Und die Runde war eine besondere: "Ich kann noch 1.000 Runden fahren und denke nicht, dass ich mich verbessern könnte", lacht er. Was sie vom ersten Q3-Run unterscheidet, war laut ihm die Präzision und das Risiko, mit der er die Runde absolviert hat. "Ich habe alle Kurveneingänge hinbekommen. Aber das Risiko war enorm hoch. Es hätte auch ganz einfach schiefgehen können."

Marko: Sonderbonus für Perez

Dass es am Ende für den Mexikaner geklappt hat, hat auch den Kommandostand bei Red Bull überrascht. "Wir haben noch vorher gescherzt, wenn er da auf Pole steht, kriegt er einen extra Bonus. Da müssen wir schauen, wie das jetzt geht", erzählt Motorsportkonsulent Helmut Marko bei 'Sky'. "Aber das werden wir schon irgendwie regeln."

Den Österreicher hat die "fantastische Runde" ziemlich beeindruckt. "Er hat die Reifen super aufgewärmt und er war das ganze Wochenende stark, ganz knapp an Max dran", lobt er. "Das war ganz eine Top Leistung, absolut fehlerfrei und am Limit."

Und das auf einer so schwierigen Strecke wie Dschidda, die viele Piloten vor eine Herausforderung stellt. "Also ich weiß nicht 200 wie viele Grand Prix er gefahren hat, und macht dann hier auf einem so schwierigen Kurs Poleposition. Da kann man nur gratulieren", sagt Marko.

"Wenn hier, dann überall!"

"So einen Kurs gibt es kein zweites Mal", meint auch Perez und gibt sich nach seiner Leistung selbstbewusst: "Wenn ich hier auf Pole fahren kann, dann kann ich überall auf Pole fahren. Das ist definitiv die schwierigste Strecke, um die perfekte Runde zu bekommen. Das Level an Risiko, das Level an Präzision, die hier nötig ist, ist einfach immens."


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Das alles will am Sonntag aber insgesamt über 50 Runden erbracht werden, um auch den Sieg davonzutragen. Der wäre für Red Bull nach der Enttäuschung von Bahrain, als beide Autos kurz vor Schluss ausschieden, eine Wiedergutmachung und äußerst wichtig.

Perez weiß, dass bei Red Bull nach dem Saisonauftakt alle enttäuscht waren. "Das Team hat aber den Kopf nicht hängen lassen. Wir haben weiter gepusht", sagt er. "Wir hatten eigentlich das Gefühl, dass wir nicht so stark sein würden wie im Rennen. Dann auf Pole zu stehen, ist schon einmal ein gutes Zeichen."