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Red Bull protestiert gegen mögliche Disqualifikation

Daniel Ricciardo könnte den zweiten Platz beim Heim-Grand-Prix in Australien wegen zu hohen Benzinverbrauchs verlieren - Kamui Kobayashi bleibt straffrei (Update)

(Motorsport-Total.com) - Bittere Ohrfeige für Red Bull beim Formel-1-Saisonauftakt 2014 in Melbourne? Daniel Ricciardo, der als Zweiter eigentlich die Kohlen aus dem Feuer geholt hatte, könnte von den FIA-Rennkommissaren wegen eines zu hohen Benzinverbrauchs disqualifiziert werden. Das Weltmeister-Team geht damit beim ersten Rennen dieses Jahres möglicherweise leer aus.

2014 ist erstmals vorgeschrieben, dass pro Rennen maximal 100 Kilogramm Benzin verbraucht werden dürfen. Außerdem darf die maximale Durchflussmenge 100 Kilogramm pro Stunde nicht überschreiten. Über die dafür eingesetzten Messgeräte, die sogenannten Fuel-Flow-Meters, hatte es bereits am Sonntagmorgen Diskussionen gegeben. Allerdings stand zunächst Mercedes im Verdacht, die vorgeschriebenen Limits im Training überschritten zu haben.

Unmittelbar nach dem Rennen war sich Ricciardo noch sicher, dass alles okay sei: "Am Anfang des Rennens war es ein bisschen ein Ratespiel", sagte er über das Verbrauchsthema. "In einigen Runden konnte ich Druck machen und musste nicht konservativ sein, aber wenn der Vorsprung groß genug war, schaltete ich einen Gang zurück. Wir lernten die ganze Zeit dazu. Es ist zum ersten Mal, dass wir eine Renndistanz geschafft haben. Daraus werden wir eine Menge lernen."

"Unterm Strich ist es nicht schlecht, dass wir das Verbrauchsziel erreicht haben. Daran konnten wir ja noch nicht viel arbeiten. Ich denke, wir haben ganz gut überlebt", meinte er im Rahmen der FIA-Pressekonferenz. Das böse Erwachen kam wenig später. Red-Bull-Teammitglieder diskutierten Fall unmittelbar danach mit den Kommissaren.

Groß war die Aufregung, als mehrere TV-Journalisten die Disqualifikation via Twitter - offenbar verfrüht - als offiziell vermeldeten. Noch wird aber über einen möglichen Ausschluss Ricciardos diskutiert.

Übrigens: Kamui Kobayashi wurde in Zusammenhang mit der Startkollision mit Felipe Massa freigesprochen. Ein Bremsdefekt hatte seine Rambo-Aktion in der ersten Kurve ausgelöst.

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