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O'Connell: Caterham-Teamchef wider Willen?

Insolvenzverwalter Finbarr O'Connell sieht eine Reise nach Abu Dhabi nur als Mittel zum Zweck und würde lieber schon kommende Woche einen Teamchef präsentieren

(Motorsport-Total.com) - Das Spendenziel ist zwar noch nicht erreicht, dennoch verkündete man bei Caterham gestern mit Freude, dass man in Abu Dhabi an den Start gehen wird. Mit welchen Fahrern, das ist noch nicht bekannt, und ebenfalls unklar ist, wer beim Saisonfinale für die Grünen an der Boxenmauer sitzen wird. Teamchef Manfredi Ravetto musste im Zuge des Wirrwarrs um das Team zurücktreten, einen Nachfolger gibt es nicht.

Marcus Ericsson

In Abu Dhabi soll es wieder grüner im Starterfeld werden Zoom

Aktuell hält Insolvenzverwalter Finbarr O'Connell die Zügel für das Unternehmen Smith & Williamson in der Hand, doch nach Abu Dhabi würde er nur ungern reisen, wie er 'The Observer' erzählt. "Mein Ziel ist nicht, Rennfahren zu gehen", sagt er und meint, dass dies nur ein Mittel zum Zweck wäre. Stattdessen würde er lieber sehen, dass einer der potenziellen Investoren, mit denen man spreche, einen Scheck unterschreiben und das Team kaufen würde. "Ich hätte lieber, dass es Mitte der kommenden Woche einen neuen Teamchef gibt."

Doch derzeit gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen zu verzeichnen. Ohne Käufer ist Caterham auf die Spendeneinnahmen angewiesen, und während dies vielleicht noch für ein Rennen reichen kann, weiß O'Connell genau, dass man mittels Crowdfunding kein Formel-1-Team am Leben erhalten kann. "Diese Teams benötigen 60, 70, 80 Millionen Pfund - und dann ist man am Ende des Feldes. An der Spitze kann man das noch vervielfachen", sagt er.

Und so wird Caterham doch auf Hilfe von einem Investor angewiesen sein, um zu überleben. Das würde sich O'Connell für das Team wünschen - allein schon für die Angestellten, die sich als "zweiter Motor" im Auto erwiesen haben: "Die 250 Mann starke Caterham-Crew hat einen großen Anteil. Sie lieben dieses Team, auch wenn sie seit September nicht bezahlt wurden", ist er vom Engagement in Leafield beeindruckt.

230 Arbeiter sollen hingegen zuletzt bei 1MRT, der malaysischen Seite des Geschäfts, freigestellt worden sein. "Viele Leute wollten freigestellt werden, um Geld vom Staat bekommen zu können", sagt O'Connell und verspricht: "Sie werden wieder eingestellt, sobald das Unternehmen verkauft ist."

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