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Caterham stellt klar: Bremsproblem sorgte für Kobayashi-Aus

Caterham-Teamchef Manfredi Ravetto wundert sich über Aussagen von Kamui Kobayashi und stellt klar, dass Bremsprobleme die Ausfallursache in Sotschi waren

(Motorsport-Total.com) - Die atmosphärischen Störungen zwischen Kamui Kobayashi und Caterham treiben wunderliche Blüten. Dann dass ein Formel-1-Team drei Tage nach einem Rennen per Pressemitteilung noch einmal zu einem Ausfallgrund Stellung bezieht, ist außergewöhnlich. In der Caterham-Aussendung vom Mittwoch widerspricht Teamchef Mafredi Ravetto persönlich nochmals den Aussagen, die Kobayashi unmittelbar nach dem Großen Preis von Russland in Sotschi getätigt hatte.

Kamui Kobayashi

Kamui Kobayashis Russland-Grand-Prix war nach 21 Runden beendet Zoom

"Ich war sehr überrascht als ich hörte, dass Kamui davon ausging, er solle auf Anweisung des Teams Kilometer sparen", wird Ravetto zitiert. Kobayashi hatte seinen Caterham nach 21 Runden abstellen müssen und hatte sich anschließend verwundert darüber gezeigt, denn mit dem Auto sei alles okay gewesen. "Das Team hat mich gebeten anzuhalten, um Kilometer-Laufleistung zu sparen. Darum habe ich diesen Befehl vom Management bekommen", hatte Kobayashi gesagt.

"Ja, wir haben Kamui angewiesen, das Auto abzustellen", gibt Ravetto zu. Doch dabei sei es nicht darum gegangen, Kilometer-Laufleistung und damit auch Kosten zu sparen. "Wir waren in Sorge um unseren Fahrer", betont der Italiener. "Wir haben anhand der Telemetriedaten erkannt, dass es ein Problem mit den Bremsen geben könnte und wollten kein Risiko eingehen."

Ein solches Bremsproblem sei am Auto von Kobayashi bereits im Training aufgetreten. Da er Vibrationen spürte, habe Kobayashi das Team gebeten, die Bremssätze für das Rennen zu wechseln, was auch geschehen sei. Doch die neuen Bremsen hätten im Rennen überhitzt, weshalb man den Japaner aus Sicherheitsgründen aufgefordert habe, das Auto abzustellen.


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Vom Verhalten Kobayashis zeigt sich Ravetto enttäuscht. Der Teamchef verweist darauf, dass die Performance des Autos in den vergangenen Rennen stetig gesteigert wurde. Zuletzt habe das Team mit der Reparatur des Autos in Suzuka, wo Kobayashi im zweiten Freien Training verunfallt war, zudem einen Kraftakt bewältigt. "Vor diesem Hintergrund kann ich diese Aussagen nicht verstehen", so Ravetto.

Allerdings ist Kobayashi bei Caterham nur noch ein Pilot auf Abruf. Beim Rennen in Belgien wurde er durch den Deutschen Andre Lotterer ersetzt, in Italien kam er nur zum Zuge, weil Roberto Merhi keine uneingeschränkte Superlizenz erhielt. Seitdem wird vor jedem Rennen darüber spekuliert, Kobayashi könne bei Caterham endgültig abserviert werden.

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