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Noch alles offen: Ferrari weiterhin Option für Bianchi?

Marussia-Pilot Jules Bianchi hat seine Planung für die kommende Saison noch nicht abgeschlossen - Hat der Ferrari-Junior noch einen Fuß im 2015er-Scuderia-Cockpit?

(Motorsport-Total.com) - Der rote Rennanzug, den Jules Bianchi bei den Silverstone-Tests für Ferrari überstreifen durfte, saß wie angegossen. Wie für ihn gemacht quasi, und nicht wenige sehen den Marussia-Piloten in naher Zukunft für die Scuderia an den Start gehen. Sollte Fernando Alonso den Wechselgerüchten nachgeben oder die Italiener tatsächlich das Vertrauen in Kimi Räikkönen verlieren, würde der Franzose im Ferrari-Nachwuchsprogramm auf jeden Fall bereit stehen. Bis es soweit ist, versucht er sich weiter zu empfehlen.

Jules Bianchi

Rot steht im gut: Jules Bianchi während der Silverstone-Tests für Ferrari Zoom

"Ich versuche, mein Bestes zu geben, während ich bei Marussia bin, und ich bin auch sehr glücklich hier", so Bianchi. "Sie haben mir die Chance geben, in der Formel 1 zu fahren, also kann ich mich nicht beschweren." Und der 25-Jährige hat das Vertrauen auch oft genug zurückbezahlt. Mit beständig guten Leistungen in seiner ersten Saison 2013 zum Beispiel, die Marussia den zehnten Platz unter den Konstrukteuren sicherten, und nicht zuletzt durch die ersten Punkte für das Team in Monaco 2014.

Wie schnell kann der Stammplatz bei Ferrari also zur Realität werden? "Mein Manager und Ferrari müssen nun darüber beraten, was ich im kommenden Jahr machen werde", verrät Bianchi. "Das ist bis jetzt nicht sicher, also müssen wir abwarten. Ich persönlich will erst einmal diese Weltmeisterschaft ordentlich beenden. Ich will dort weitermachen, wo wir begonnen haben, vor Caterham bleiben, und dann werden wir weitersehen."

Dem Bäumchen-wechsel-dich-Spiel, dem Kamui Kobayashi bei Caterham und sein Teamkollege Max Chilton bei Marussia für das Rennen in Spa zum Opfer gefallen sind, ist Bianchi jedenfalls ungefährdet entgangen. Auf den Grand Prix von Belgien freut er sich auch aus persönlichen Gründen ganz besonders. Schon seine Vorfahren haben den Kurs als Rennfahrer befahren, unter anderem sein Großonkel Lucien Bianchi, der unter belgischer Flagge auch in einem Ferrari 250 GTO gefahren ist und 1968 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat.

"Für mich ist es etwas Besonderes, hier in Belgien und besonders in Spa zu sein, wegen meiner Familie. Mein Großonkel ist hier GT-Autos gefahren, und für mich fühlt es sich hier ein wenig wie zu Hause an. Wir versuchen, mit dem Team alles zu geben und Caterham hinter uns zu halten. Das ist noch immer unser Ziel und das wird natürlich nicht einfach, weil auch sie nicht zurückstecken werden. Wir müssen sehen, wie das in Spa ausgehen wird. Monza wird wieder eine Herausforderung werden, aber momentan konzentriere ich mich nur auf dieses Rennen."