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Niki Lauda zieht positive Zwischenbilanz

Jaguar-Rennsportdirektor Niki Lauda ist mit der Arbeit seiner "Premiere Performance Division" sehr zufrieden

(Motorsport-Total.com) - Seit anderthalb Saisons ist Jaguar in der Formel 1 - und diese Tatsache betohnt Jaguar-Rennsportdirektor Niki Lauda immer wieder, wenn jemand behauptet, Jaguar habe nur das Stewart-Team über den Winter auf das Jahr 2000 grün lackiert. Fakt ist, dass viele neue Leute in das Team gekommen sind und beinahe ebenso viele Angestellte vom Team vor die Türe gesetzt werden mussten.

Niki Lauda

Niki Lauda ist bisher mit der Arbeit seiner Mannschaft zufrieden

Mindestens bis 2003 wird der 51-jährige Österreicher der "Oberaufseher" der kompletten Rennsportsparte von Jaguar sein, und diese ist riesig. Gleich drei Unternehmen der Jaguar-Gruppe wird Lauda beaufsichtigen. Ganz vorne steht natürlich Jaguar Racing. Das Unternehmen wurde im September 1999 gegründet, hat seinen Geschäftssitz in Milton Keynes und beschäftigt mittlerweile 335 Leute.

Ferner kümmert sich Lauda um die Motorenschmiede Cosworth, die seit 1998 im Besitz von Ford ist. 725 Angestellte zählt das im britischen Northampton und nord-amerikanischen Torrance (Kalifornien) angesiedelte Unternehmen. Das 1958 von Mike Costin und Keith Duckworth (daher auch der Name Cosworth) gegründete Unernehmen stellt neben Formel-1-Motoren auch Aggregate für das Rallye-Team, die Nascar- und Cart-Autos her und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 234 Millionen Mark.

Schlussendlich ist da noch die Pi Group Ltd., die 1986 gegründet wurde und seit 1999 zum Ford-Konzern gehört. Das Unternehmen hat sich auf Elektronik im Automobilbereich konzentriert und beliefert auch das Jaguar-Team. 275 Angestellte erwirtschafteten im letzten Jahr einen Umsatz von rund 92 Millionen Mark.

Was Niki Lauda besonders freut, ist die Tatsache, dass die Zusammenarbeit zwischen den drei Firmen bestens funktioniert - und damit hat Lauda schon ein Hauptziel erreicht: "Ich bin sehr beeindruckt, wie Jaguar Racing, Cosworth Racing und die Pi Gruppe zusammengewachsen sind", so Lauda gegenüber dem 'F1 Magazine'. "Eine Menge Teams hatte Probleme mit der Launch-control, aber Cosworth Racing und Pi haben gut zusammengearbeitet und ein System entwickelt, das uns einen großen Vorteil verschafft hat. Cosworth Racing hat einen Motor entwickelt, der sehr gut arbeitet. Jetzt müssen wir nur noch an der Leistung des Autos arbeiten. Das wird passieren."

In diesem Jahr musste Jaguar bisher sechs technisch bedingte Ausfälle hinnehmen. Burti schied in Brasilien mit einem Wasserleck aus, Eddie Irvine hatte in San Marino und Frankreich Probleme Motorschäden. Weitere Ausfallgründe waren ein Ölverlust, ein Antriebs- und ein Hydraulikschaden. Mit einer Ausfallquote von 45 Prozent bewegt sich Jaguar momentan im Mittelfeld. Auch in Sachen Leistung ist Jaguar noch Mittelmaß. Im Qualifying ist man bisher von elf Teams das siebtstärkste Team mit im Schnitt 2,350 Sekunden Abstand auf die Pole Position.