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  • 21.09.2001 · 16:20

  • von Fabian Hust

Newssplitter - Nachrichten kurz und bündig

Aktuelle Nachrichten aus der Welt der Formel 1, kurz und bündig für Sie zusammengefasst

(Motorsport-Total.com) - Berger: Montoya lässt Vorschusslorbeeren Taten folgen
BMW-Motorsportchef Gerhard Berger ist zufrieden, wie sich Juan-Pablo Montoya in seiner ersten Formel-1-Saison entwickelt hat. Der Österreicher ist der Meinung, dass der Kolumbianer das Charisma eines Superstars hat und die meisten Leute ihn auch so ansehen würden, weil er nach seinem Erfolg in den USA auch von den Medien so gelobt wurde. Allerdings, so Berger gegenüber britischen Kollegen, habe er auf seine Vorschusslorbeeren auch Taten folgen lassen. Dennoch sei aber auch Montoya kein Übermensch "Am Beginn der Saison sagten einige Leute, dass er eine Sekunde schneller fahren würde als die anderen und natürlich konnte er diesen Erwartungen nicht gerecht werden. Aber ich denke, dass er eine gute Arbeit verrichtet. Er ist sehr talentiert und verfügt über eine gute Fahrzeugbeherrschung."

Juan-Pablo Montoya (BMW-Williams)

Juan-Pablo Montoya erntet Lob aber auch ein wenig Kritik

Head: Montoya muss mehr für seine Fitness tun
Nach dem ersten Sieg folgt vom Technischen Direktor des Teams, Patrick Head, ein Warnschuss an Montoya, sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Der Brite ist der Meinung, dass der Kolumbianer dringend etwas für seine Fitness tun muss, um im Rennen in jeder Runde wie im Qualifying am Limit fahren zu können: "Ich persönlich glaube, dass Michael Schumachers Fitness nicht nur zu seinen körperlichen Leistungen beiträgt, sondern auch zu seiner mentalen Stärke", so Head über den allgemein als fittesten angesehen Fahrer im Feld.

Head: Montoya mit zu hohen Erwartungen
Jetzt, wo Montoya seinen ersten Sieg in Monza einfuhr, darf man ruhig auch mal ein paar Anekdoten der vergangenen Monate loswerden. Patrick Head verriet in den englischen Medien, dass Montoya sich vom Formel-1-Debüt wohl etwas mehr erwartet hatte: "Er hatte Erwartungen, die unrealistisch waren. Er war nicht darauf vorbereitet, hinter Michael Schumacher zu fahren, weil seine Ziele größer waren. Er musste sich selbst sagen, dass die Formel-1-Jungs nicht zu leicht zu schlagen sind, wie er sich das vielleicht gedacht hatte. Er musste eingestehen, dass einige von ihnen verdammt gut sind."

Michael Schumacher streicht USA-Urlaub
Im letzten Jahr kletterte Michael Schumacher nach dem Rennen in den USA noch ein paar Tage in den amerikanischen Bergen herum, in diesem Jahr wird der Kerpener aus Angst vor einem möglichen Krieg noch am Renntag nach Hause in die Schweiz fliegen. Damit wird Schumacher auf einen Urlaub mit Freunden verzichten, bei dem er sich einige Tage lang unerkannt hätte erholen können.

Alessandro Zanardi 10 Minuten am Tod vorbei
Dr. Steve Olvey, Kopf des Medizin-Teams der CART-Serie, hat in einem Interview mit 'ESPN' bestätigt, dass Alessandro Zanardi bei seinem Unfall vergangenen Samstag auf dem EuroSpeedway Lausitz nur ganz knapp dem Tod entkommen ist: "Beide Oberschenkelarterien waren gerissen und er blutete massiv. Alex verlor 70 Prozent seines Blutes im Körper und hatte immer noch innere Blutungen. Er hatte vier oder fünf Beckenfrakturen, die Blutungen verursachten, das sich um die Leber ansammelte. Man kann an inneren Blutungen verbluten, besonders in Alex' Situation. Weitere 10-15 Minuten und sie hätten keine Chance mehr gehabt, ihn zu retten", so der Arzt über die Erkenntnisse der Berliner Ärzte der Intensivstation.

Zanardi hat von seinem Schicksal erfahren
Alessandro Zanardi ist aus seinem Koma erwacht und wurde von den Ärzten über sein Schicksal informiert. Die sinngemäße Reaktion des Italieners: "Das ist schon in Ordnung, Hauptsache ich bin noch bei Kind und Frau." Die Ärzte glauben, dass Zanardi noch zu sehr unter Schock steht, um zu begreifen, was passiert ist. Die engsten Vertrauten Zanardis glauben aber, dass Zanardis Reaktion absolut bei vollem Bewusstsein zustande gekommen ist und dass sie mit einer solchen starken Reaktion gerechnet hatten.

Formel 1 für Franchitti in weiter Ferne
Dario Franchitti hat erneut erklärt, dass er derzeit keine Pläne verfolge, in die Formel 1 einzusteigen. Der Brite hatte vor einigen Monaten erfolglos den Jaguar getestet und verlängerte vor Kurzem seinem Vertrag im Team KOOL Green in der amerikanischen ChampCar-Serie, in der er nun bis mindestens 2003 fahren wird: "Ich bin ein Formel-1-Fan, aber ich habe keine Fühler in Richtung Formel 1 ausgestreckt."

Gascoyne: Fisichella einer der Besten
In der nächsten Saison wechselt Giancarlo Fisichella, der in diesem Jahr eindeutig über Teamkollege Jenson Button die Oberhand behalten konnte, zu Jordan. Für Mike Gascoyne, dem Technischen Direktor des Teams, schade: "Ich schätze Giancarlo als einen der drei oder vier besten Fahrer in der Welt ein", so der Brite gegenüber 'ITV'. Doch über Neuzugang Jarno Trulli meint Gascoyne: "Jarno ist mindestens genauso gut. Seine Leistungen im Qualifying waren phänomenal."

Fan-Tag bei Jordan-Honda
Rund 800 Fans nutzten am Donnerstag die Möglichkeit, dem Jordan-Honda-Team in Silverstone bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Die Fans durften auf zwei Tribünen die Action auf der Strecke verfolgen und auf einer Bühne Interviews mit Eddie Jordan und Jean Alesi belauschen. Außerdem gab es bei einem Quiz signierte Fotos und getragene und von beiden Fahrern unterzeichnete Handschuhe zu gewinnen.

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