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Neuer Präsident hat gesprochen: Ferrari ab Mai unter Druck

Dank der zahlreichen Personalveränderungen im Winter weht bei Ferrari ein neuer Wind, den man im Team schon vor dem ersten Freien Training der neuen Saison spürt

(Motorsport-Total.com) - Nach der ersten sieglosen Saison seit 1992 steht Ferrari unter Druck. Für die Saison 2015 wurde in Maranello kaum ein Stein auf dem anderen gelassen. Diverse hochrangige Teammitglieder (Teamchef Marco Mattiacci, Chefingenieur Pat Fry, Chefdesigner Nikolas Tombazis, Motorenchef Luca Marmorini, Starpilot Fernando Alonso) sind nicht mehr an Bord und entweder durch interne Beförderung oder durch externe Zukäufe ersetzt worden.

Maurizio Arrivabene

Arrivabene hat die Botschaft von Präsident Marchionne zur Kentnis genommen Zoom

Selbst an der Spitze des Ferrari-Konzerns weht seit der Ablösung von Luca di Montezemolo durch Sergio Marchionne ein neuer Wind. Zwar wurde noch keine einzige Runde im Rahmen eines Rennwochenendes 2015 zurückgelegt, doch den neuen Wind bekommen Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel und Co. schon jetzt zu spüren.

Laut Teamchef Maurizio Arrivabene erwartet Marchionne ab dem Auftakt der Europa-Saison, dem Grand Prix von Spanien am 10. Mai, eine Steigerung gegenüber den ersten vier Rennen, die allesamt in Übersee beziehungsweise im Mittleren Osten stattfinden. "Wenn Sergio sagt, dass er in Spanien eine Steigerung erwartet, dann ist das eine Botschaft an uns", sagt Arrivabene.

So gibt der Nachfolger des Stefano-Domenicali-Nachfolgers Marco Mattiacci seinerseits schon einmal die Marschrichtung vor: "Es soll nicht so sein, dass wir beispielsweise in Spanien ein Upgrade bringen und dann erst wieder in Kanada. Wir wollen uns stetig verbessern." Die Saison wird es zeigen, ob sich die personelle Generalüberholung in Maranello gelohnt hat.