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Sparfuchs Arrivabene: Lieber Ferrari-Kunden als drittes Auto

Wie steht die Scuderia zum "Core-Car-Konzept"? Der neue Teamchef will Vielfalt in der Startaufstellung, aber tragfähige Konzepte der Neueinsteiger

(Motorsport-Total.com) - Ferrari blickt auf eine Tradition von Teams, die als Kunden oder Verbündete der Mythosmarke die Formel 1 bereicherten. Was mit privat eingeschriebenen Autos in den Fünfzigerjahren begann, wurde Anfang der Neunzigerjahre mit Minardi und Scuderia Italia zum klassischen Kundenmodell, das jetzt Sauber und Marussia fortsetzen. Mit Haas kommt 2016 ein Technikpartner, der Luca di Montezemolos großem Traum vom US-Ferrari nahekommt. Die Roten wollen noch mehr, wie ihr neuer Teamchef sagt.

Jean-Eric Vergne, Esteban Gutierrez, Kimi Räikkönen

Fahren bald Ferrari mit unterschiedlichem Chassis in der Formel 1? Zoom

Das Ende 2014 vor dem Hintergrund der Finanzkrise der kleinen Teams von Bernie Ecclestone gezeichnete Szenario mit acht Mannschaften und drei Autos schmeckt Maurizio Arrivabene nicht: "Das kommt auf die Situation an", bleibt er zurückhaltend und verweist auf die Rahmenverträge, die Ferrari im Fall der Fälle in die Pflicht nehmen. "Wenn man gezwungen wird, ein drittes Auto einzusetzen, muss man. Das ist nicht unser Ziel. Unser Ziel ist, andere Teams und Konstrukteure zu gewinnen."

Auch wenn er es nicht ausspricht: Die neue Idee vom so genannten "Core-Car-Konzept" könnte Arrivabene daher schmecken. Wenn der Einstieg für Neulinge erschwinglicher wird und einfacher durchzuführen ist, gibt es auch automatisch die Möglichkeit, mehr Kunden anzuwerben. Die bieten die Möglichkeit, Ferrari-Teile vor dem Hintergrund knapper Testzeit weiterzuentwickeln. "Ich bin seit vielen Jahren in der Formel 1 und habe viele Veränderungen miterlebt", zeigt sich Arrivabene offen für Neues.


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Alarmierende Meldungen bezüglich des Allgemeinzustandes der Königsklasse will er nicht überbewerten. "Es gab es immer Höhen und Tiefen. Jeder möchte, dass so viele Teams wie möglich teilnehmen", fasst Arrivabene zusammen und wünscht sich beim Zuwachs Qualität statt Quantität: "Wir müssen verhindern, dass Leute kommen, zwei Autos in die Startaufstellung stellen und nach ein paar Rennen 'Vielen Dank und auf Wiedersehen' sagen." Erinnerungen an MasterCard-Lola werden wach.

Dass das "Core-Car-Konzept" überhaupt publik geworden ist, wundert Arrivabene: "Ich bin überrascht, denn was wir in der Strategiegruppe besprechen, soll vertraulich sein. Darüber wird noch diskutiert." Der ehemalige Tabakmanager zeigt sich bemüht, den Interessen des gesamten Starterfeldes gerecht zu werden: "Jeder, und darauf liegt die Betonung, will, dass die Formel 1 spektakulärer wird. Wir sprechen über viele Dinge für die Zukunft. Dabei geht es auch um die kleineren Teams."

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