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  • 15.02.2003 · 10:39

  • von Fabian Hust

Neuer Minardi ist eine Weiterentwicklung

Jos Verstappen und Loic Bigois sprechen über den neuen Minardi, der kommende Woche seine Jungfernfahrt erleben wird

(Motorsport-Total.com) - Bisher musste sich das Minardi-Team mit Testfahrten zurückhalten, denn leider gab es die typischen Probleme, die ein so kleines und finanziell vergleichsweise schwach aufgestelltes Formel-1-Team hat. Weil man den Motorenpartner wechselte und sich ein Interimsauto nicht leisten konnte, musste man mit einem zwei Jahre alten Auto und einem noch älteren Motor testen und sogar auf Formel-3000-Reifen setzen, weil ein Vertrag mit Bridgestone bisher nicht abgeschlossen werden konnte ? die Japaner reißen sich eben nicht um das auf dem Papier schwächste Team im Feld.

PS02

Der PS03 wird eine Weiterentwicklung des Vorjahresmodells sein

Kommende Woche hofft Teamchef Paul Stoddart, wird man einen bedeutenden Schritt nach vorne machen können, wenn der PS03 seine erste Runden absolvieren wird ? im Heck der Cosworth-Motor des vergangenen Jahres, der über rund 70 PS mehr verfügt als das Asiatech-Triebwerk, mit dem man in der vergangenen Saison unterwegs war. Klar ist aber auch, dass man in den kommenden Stunden einen Vertrag mit Bridgestone abschließen muss, will man vernünftig testen.

"Wir haben eine große Anzahl kleinerer Veränderungen vorgenommen", gibt Chefaerodynamiker Loic Bigois auf der Verstappen-Internetseite Einblicke in den neuen PS03. "Das Auto ist eine Weiterentwicklung des PS02, radikale Veränderungen, wie wir sie vom PS01 zum PS02 gemacht hatten, können nicht erwartet werden. Wir haben ein paar Tests durchgeführt und Dinge geändert. Wir werden auch während der Saison die Tests fortsetzen und haben zum Ziel, das Auto noch zu verbessern."

Laut Jos Verstappen wird man am Dienstag oder Mittwoch die ersten Runden im neuen Auto drehen, dazu wird man auf die Ferrari-Teststrecke von Fiorano gehen dürfen. Wer am Steuer sitzen wird, steht offenbar noch nicht fest: "Ich nehme an, dass Minardi den erfahreneren Piloten ? mich ? fahren lassen wird", so der Holländer. "Ich bin in der Lage zu fühlen, wie gut das Auto ist. Ich habe in Valencia gezeigt, dass ich nach wenigen Runden dem Team sagen kann, was geändert werden muss und am Ende des Tages fuhr ich eine gute Zeit."

In den letzten Tagen war der 30-Jährige nicht in der Minardi-Fabrik gewesen, stattdessen trainierte er viel mit seinem Trainer Simon Jones und fuhr darüber hinaus viele Runden im Rennkart, um seine Nackenmuskulatur zu trainieren: "Der PS03 ist ein komplett neues Auto", erklärt Verstappen. "Nur der untere Teil des Frontflügels wurde im Vergleich zum letztjährigen Auto nicht verändert. Alles andere ist neu: Die Aufhängung, die Aerodynamik, das Getriebe und der Motor."

Bisher kann Verstappen nicht sagen, wie viele Testfahrten man bis zum Saisonstart unternehmen wird: "Das einzige was ich weiß ist, dass ich am 1. März nach Australien fliege. Vielleicht testen wir dazwischen noch einmal. Zunächst möchte ich das neue Auto sehen. Während dem Shakedown wird sich das Team alle Teile des Autos anschauen. Das wird rund einen halben Tag dauern. Dann werden wir sehen, wie gut alles funktioniert."

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