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Nach wie vor Fragezeichen um Formel-1-Kalender

Noch ist unklar, wie viele Rennen die Saison 2013 umfassen wird. In Österreich und in der Türkei ist es ruhig geworden, in Bahrain toben hingegen weiter Unruhen

(Motorsport-Total.com) - Wie der Formel-1-Kalender für die Saison 2013 aussehen wird, ist weiterhin unklar. Durch die Absage des Grand Prix von Amerika in New Jersey entstand ein freier Platz, den Formel-1-Boss Bernie Ecclestone unbedingt füllen wollte, um doch noch auf 20 Grands Prix zu kommen, schließlich kassiert er bei jedem Rennen eine Renngebühr vom Promoter in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro. Doch zunächst scheiterten die Versuche, den Grand Prix von Frankreich wiederzubeleben, auch in Österreich ist es inzwischen ruhig geworden um ein Rennen auf dem Red Bull Ring in der Steiermark am 21. Juli.

Die Chancen auf ein Formel-1-Comeback in Österreich sind minimal

Auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com', wie der aktuelle Stand der Dinge sei, meint eine Red-Bull-Ring-Sprecherin: "Wir bitten um Verständnis, dass wir zu Spekulationen keine Stellung nehmen möchten." Noch im Dezember hatte Red Bull selbst die Spekulationen um ein Rennen angeheizt. Motorsportkonsulent Helmut Marko - ein enger Vertrauter von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz - meinte, die Strecke würde über eine Formel-1-Lizenz verfügen, zudem sei Mateschitz alles zuzutrauen. Ecclestone selbst hatte den Hoffnungen vieler Österreicher aber erst vor kurzem einen Dämpfer gegeben, als er meinte, an ihn sei wegen eines Rennens noch niemand herangetreten, zudem sei die Infrastruktur nicht Formel-1-würdig.

"Momentan denke ich eher an die Türkei, an eine Rückkehr nach Istanbul", verriet er der 'Kleinen Zeitung' Anfang Dezember. Doch auch im Istanbul Park, wo die Rennen oft vor einer Geisterkulisse stattfanden, scheint die Entwicklung eingeschlafen zu sein. Daher deutet derzeit alles darauf hin, dass diese Saison nur 19 Grands Prix über die Bühne gehen werden - wenn überhaupt.

Das liegt an der nach wie vor gespannten Lage in Bahrain, wo fast täglich Proteste der Regierungsgegner in Zusammenstößen mit der Polizei enden. Im Inselkönigreich, wo am 21. April der Grand Prix von Bahrain geplant ist, wurden erst am Montag 13 Anführer eines Aufstandes im Jahr 2011 zu Gefängnisstrafen verurteilt. Im Jahr 2012 hat Ecclestone aber bereits bewiesen, dass er durchaus bereit ist, Risiken einzugehen, damit das Rennen wie geplant ausgetragen werden kann.