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Nach Kontroverse in Austin: Hamilton sieht keinen Redebedarf

Mit dem Selbstverständnis des Weltmeisters: Lewis Hamilton will über Kurve 1 in Austin nicht mehr sprechen und hat nicht vor, Nico Rosberg zu unterstützen

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Sportchef Toto Wolff hatte nach dem Grand Prix der USA in Austin erklärt, dass Lewis Hamilton in Kurve 1 gegen Nico Rosberg zu hart vorgegangen sei und das auch wisse, und dass man sich demnächst zusammensetzen müsse, um etwaige Spannungen aus der Welt zu schaffen. Nico Rosberg hatte sich zuvor "sehr genervt" gezeigt, und selbst der sonst oft undiplomatische Aufsichtsrats-Chef Niki Lauda hatte Hamilton leicht kritisiert.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton scheint das Rennen in Austin nicht sonderlich zu beschäftigen Zoom

Doch der alte und neue Weltmeister will von einem Krisenmeeting nach Austin nichts wissen: "Wir haben nicht gesprochen. Ich glaube auch nicht, dass das notwendig ist", winkt er im Rahmen der FIA-Pressekonferenz am Donnerstag in Mexiko-Stadt ab. Das sieht die Mehrheit unserer Leser anders: In einem Online-Voting auf unserem Internetportal stimmten 59,31 Prozent dafür ab, dass Hamiltons Manöver in Kurve 1 in Austin "zu hart" gewesen sei.

Aber: "Ich bin ein lockerer Typ und hatte noch nie Probleme", sagt er. "Wenn Toto das Gefühl hat, dass er schauen muss, wo Nico der Kopf steht, weil sie keine Unruhe im Team wollen, dann gut. Wir setzen uns öfter zusammen, sind ganz transparent. Ich habe nichts zu sagen, aber ich bin mir sicher, wir werden uns zusammensetzen und sehen, wie sich Nico fühlt und welche Emotionen er hat, um diese zu zerstreuen. Dann werden wir nach vorne schauen."


Fotostrecke: GP USA, Highlights 2015

Also kein Gespräch, bei dem ihm dafür der Kopf gewaschen werden soll, dass er sich potenziell unfair verhalten hat, sondern lediglich ein nettes Beisammensein, um den armen Nico Rosberg wieder aufzurichten - Hamiltons Sicht auf die Nachwehen nach Austin ist die eines völlig von sich selbst überzeugten Champions. Auch die fast schon kultige "Kappen-Affäre" ist für ihn kein Thema: "War doch lustig! Mehr habe ich dazu nicht zu sagen."

Und auf die Idee, dass er nun, wo sein WM-Titel in der Tasche ist, Rosberg im Kampf um WM-Platz zwei gegen Sebastian Vettel unterstützen könnte, kommt Hamilton ebenfalls nicht: "Das Team hat mich nicht darum gebeten. Ich bin hier, um das Rennen zu gewinnen", stellt er klar. "Das Team hat die Konstrukteurs-WM gewonnen. Darüber hinaus gibt es nicht viel zu holen, wofür meine Hilfe erforderlich wäre. Aber mal sehen, was Toto von mir möchte."

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