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Nach Fahrerentscheidung bei Mercedes: Wie geht's für Bottas weiter?

Alfa Romeo oder Williams: Die nächste große Frage im Transferkarussell der Formel 1 ist, wo Valtteri Bottas nach seinem Abschied von Mercedes hingehen wird

(Motorsport-Total.com) - Die Indizien verdichten sich, dass die Entscheidung darüber, wer 2022 neben Lewis Hamilton im Mercedes sitzen wird, bereits wie von Toto Wolff angekündigt in der Sommerpause gefallen ist (Jetzt YouTube-Video über die neuesten News vom Fahrermarkt schauen!). Der gemeinsame Auftritt von Valtteri Bottas und George Russell in der Donnerstags-Pressekonferenz in Spa hatte entsprechenden Gerüchten Rückenwind verliehen.

Valtteri Bottas in der Donnerstags-Pressekonferenz beim Grand Prix von Belgien in Spa 2021 © Motorsport Images
Valtteri Bottas in der Donnerstags-PK beim Grand Prix von Belgien in Spa 2021

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' steht fest, dass Russell 2022 zu Mercedes wechselt und Bottas dort ablöst. Das erklärt die gute Laune des 23-Jährigen am ersten Formel-1-Medientag nach der Sommerpause, und es erklärt auch, warum Bottas in der Pressekonferenz im Vergleich zu seinem Cockpit-Konkurrenten eher schmallippig aufgetreten ist.

Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, wonach Hamilton bei Wolff interveniert haben soll, doch Bottas statt Russell zu nehmen. Bottas selbst hatte dies in den Medien befeuert: "Lewis hat mir ganz offen gesagt, dass er mich gerne als Teamkollegen hätte", so der 33-Jährige kürzlich zum finnischen 'MTV'-Netzwerk.

Hamilton bestätigt das: "Ich habe in der Vergangenheit immer sehr offen über meine Loyalität zu Valtteri gesprochen", sagt der siebenmalige Weltmeister. Das Verhältnis im Team sei "besser als je zuvor. Toto ist ein großartiger Anführer, und natürlich stehen wir laufend in Verbindung und reden über solche Dinge."

Hamilton hat kein Vetorecht gegen Russell

Aber letztendlich entscheiden dann doch andere: "Es ist an Toto und dem Mercedes-Vorstand, diese Entscheidung zu treffen", winkt Hamilton ab. Und auch Bottas erklärt: "Tatsache ist, dass die Fahrer keinen großen Einfluss haben. Dahinter steht eine größere Maschinerie, die am Ende des Tages die Entscheidungen trifft."

Und die ist wohl bereits gefallen. Ein weiteres klares Indiz dafür liefert Paul Ripke, der ehemalige Social-Media-Fotograf von Nico Rosberg, der weiterhin enge Kontakte in die Formel-1-Szene pflegt. Ripke hat vergangenes Wochenende nämlich seinen Kumpel Bottas bei dessen Auftritt bei einem Schotter-Radrennen begleitet.

"Letztes Wochenende habe ich Valtteri besucht", erzählt er in seinem Podcast 'AWFNR', und verrät Gesprächspartner Joko Winterscheidt unter anderem: "Ich hab' ein paar andere Sachen gehört, die kann ich hier mal danach erzählen. Es gibt ein paar Sachen, die ich jetzt weiß. Ich weiß, wer wo wie fährt nächstes Jahr. Sagen wir's mal so."

Damit dürfte klar sein: Bottas weiß Bescheid, wie die Reise für ihn weitergeht, und hat es seinem Kumpel Ripke schon erzählt. Die große Frage ist: Worauf wartet Mercedes dann noch in der Kommunikation? Und hat all das vielleicht damit zu tun, dass ein Netflix-Team dieses Wochenende bei Mercedes filmt, um für Staffel 4 der Dokuserie "Drive to Survive" aufzunehmen?

'Motorsport-Total.com' hatte bereits Ende Juli berichtet, dass Bottas und Alfa Romeo in Kontakt stehen, um über eine Zusammenarbeit ab der Formel-1-Saison 2022 zu sprechen. Eine weitere realistische Möglichkeit für den vermutlich bald ehemaligen Mercedes-Fahrer wäre ein Wechsel zu seinem früheren Team Williams.

In beiden Fällen könnte Wolff ihn bei den Vertragsverhandlungen unterstützen. Bei Alfa Romeo wegen der engen Verbindung zu Teamchef Frederic Vasseur, mit dem sich Wolff früher in England sogar eine Wohnung geteilt hat. Bei Williams wegen der Zusammenarbeit auf Motorenebene und weil Wolff dort früher Shareholder war.

Hängt's letztendlich an Kimi Räikkönen?

Gut möglich, dass Vasseur und Alfa Romeo noch darauf warten, ob Kimi Räikkönen weitermachen oder doch lieber seine Karriere beenden möchte, bevor ein etwaiger Bottas-Wechsel bekannt gegeben wird. Oder auch, dass es eher daran hängt, ob Antonio Giovinazzi bei Alfa Romeo bleibt oder doch Mick Schumacher von Ferrari dort platziert wird.


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Bei anderen Teams stehen die Chancen hingegen schlecht: Dass Bottas bei Red Bull Sergio Perez ersetzen könnte, glaubt keiner ernsthaft, der Helmut Marko kennt. Bei McLaren liefert zwar Daniel Ricciardo bislang nicht die erhofften Leistungen ab, der Vertrag des Australiers wird aber zweifellos eingehalten. Da sind die Signale aus dem Team eindeutig.

Bei Aston Martin ist klar, dass Sebastian Vettel bleiben wird, und Lance Stroll wird von seinem Vater Lawrence sicher nicht rausgeschmissen. Alpine hat sich bereits auf Fernando Alonso und Esteban Ocon festgelegt. Bei Ferrari sind Charles Leclerc und Carlos Sainz gesetzt. Bleiben sonst nur noch AlphaTauri und Haas - und dort ist Bottas kein Thema.

Der Finne selbst meinte in der Sommerpause gegenüber 'MTV', er könne nicht verraten, "mit wem wir reden und worüber wir reden", was ein weiteres Signal dafür ist, dass sein Mercedes-Vertrag nicht verlängert wurde. "Wir diskutieren, um die beste Option für die nächste Saison zu finden." Würde er bei Mercedes bleiben, müsste man die ja gar nicht erst suchen ...

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