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Monza: Coulthard Schnellster - Lotterer beeindruckt

Acht Fahrer von fünf verschiedenen Teams drehten am Donnerstag im sommerlichen Monza ihre Runden

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Mercedes-Pilot David Coulthard fuhr am dritten Testtag auf der italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza mit 1:24.024 Minuten nach 76 Runden die Tagesbestzeit. Der Schotte war damit rund 0.7 Sekunden schneller als Teamkollege Mika Häkkinen, der nach 61 Runden auf den dritten Platz kam. Hauptprogrammpunkt bei den Silbernen waren am Donnerstag die Reifen im Zusammenhang mit verschiedenen Set-Up-Einstellungen.

André Lotterer

André Lotterer kommt mit dem Jaguar R2 immer besser zurecht

Zweitschnellster mit nur knapp über 0.2 Sekunden Rückstand war Kimi Räikkönen im Sauber. Der Finne unterstrich damit am dritten Testtag der Schweizer Truppe nach 78 Runden, dass die zuvor von Nick Heidfeld gefahrenen Zeiten kein Zufall waren, auch wenn die 30 Grad heiße Lufttemperatur und 40 Grad Asphalttemperatur keine Zeitenverbesserung im Gegensatz zum Vortag zuließen.

"Es ist gut, wieder in Monza im Auto sitzen zu dürfen", kommentierte der junge Finne den Testtag mit einem seiner Standardsätze. "Ich liebe Hochgeschwindigkeitskurse. Wir sind heute durch unser Programm gegangen und haben mehr über das Set Up des Autos sowohl für Hockenheim als auch für das Rennen hier gelernt."

Neben dem Fahrerwechsel übernahm Jacky Eeckelaert als Testteamchef die Arbeit von Remi Decorzent: "Wir haben uns heute weiterhin auf das aerodynamische Set Up im Hinblick auf den Großen Preis von Deutschland konzentriert und Bridgestones Reifen für dieses Rennen ausgewertet. Wir hatten die ganze Woche über Glück mit dem Wetter und heute gab es keine von den roten Flaggen, die uns gestern störten. Wir machten gute Fortschritte auf allen Bereichen und wurden nur gestoppt, als der Motor sein Kilometermaximum erreicht hatte."

Auf den vierten Platz kam Jarno Trulli im Jordan-Honda. Der Italiener drehte 52 Runden und hatte anschließend rund 0.9 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Ricardo Zonta, Testfahrer des Teams, fuhr nach 49 Runden mit 1:25.494 Minuten die sechstbeste Zeit. Der Brasilianer hatte rund 1.5 Sekunden Rückstand auf Coulthard. Trulli setzte die Arbeit an den Reifen von Frentzen Anfangs der Woche fort, arbeitete am generellen Set Up und den Bremsen. Zonta verbrachte den Morgen mit der Auswertung verschiedener aerodynamischer Lösungen und Bremsen. Nach einem Materialfehler und einem dadurch verursachten Dreher in das Kiesbett war der Tag beendet. In den Streckenbegrenzungen der 'Ascari'-Schikane zerstörte sich der Brasilianer dabei die linke Seite seines Autos.

Eine beeindruckende Leistung für das Jaguar-Team lieferte einmal mehr André Lotterer ab. Der Deutsche ersetzt den wegen Nackenproblemen ausgefallenen Eddie Irvine mehr als eindrucksvoll. Nach 53 Runden war Lotterer mit einer Sekunden Rückstand auf Coulthard eine Sekunde schneller als Pedro de la Rosa, der nach 50 Runden Achtbester war - da konnte auch ein kleiner Ausrutscher Lotterers das Bild nicht trüben. Während Pedro de la Rosa Reifen ausprobierte, arbeitete Lotterer an neu entwickelten Teilen für den R2.

Wie schon am Vortag drehte auch dieses Mal BAR-Honda-Testfahrer Darren Manning alleine seine Runden. Nach 76 Runden wurde Manning mit 1.5 Sekunden Rückstand auf dem siebten Platz geführt.

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