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Montoya: "Europäische Fahrer sind mental schwach"

Juan Pablo Montoya hat die große Schwäche bei europäischen Fahrern ausgemacht: Mental war Teamkollege Ralf Schumacher zu knacken, dessen Bruder aber nicht...

(Motorsport-Total.com) - In seiner aktiven Formel-1-Zeit galt Juan Pablo Montoya als einer der härtesten Hunde der Königsklasse. Schon bei einem seiner ersten Rennen für Williams scheute er sich nicht, sich in einem beinharten Manöver an Weltmeister Michael Schumacher vorbeizuquetschen. Montoya ging häufig kompromisslos zu Werke und scherte sich nicht darüber, was andere dachten.

Juan Pablo Montoya, Ralf Schumacher

Ralf Schumacher und Montoya waren nicht auf einer Wellenlänge Zoom

Seine mentale Stärke war Montoyas große Waffe und ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz, wie er heute noch glaubt. Wie er in einem Interview mit 'formula1.com' sagt, gelang es ihm häufig, in den Kopf seines Gegners zu kommen und ihn so zu bezwingen: "Europäische Fahrer sind mental ziemlich schwach", urteilt der Kolumbianer. "Man kann ganz einfach in ihren Kopf kommen. Das hat man in der Formel 1 schon immer gesehen und sieht man auch heute noch."

Montoyas bevorzugtes "Opfer" war damals Williams-Teamkollege Ralf Schumacher, den der heutige IndyCar-Pilot als "sehr schnell" beschreibt: "Ralf war fast unmöglich zu schlagen", lobt er, "aber wenn man ihn an seinem Spitzentag schlagen konnte, konnte man in seinen Kopf gelangen", so Montoya, der in den vier gemeinsamen Jahren von 2001 bis 2004 dreimal die teaminterne Oberhand behielt.


Fotostrecke: Melbourne 2001: Die Rookie-Sternstunde

Wenn alles nach Plan läuft, dann seien europäische Fahrer aber sehr stark, sagt er weiter. Das beste Beispiel sei für ihn Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, der "unaufhaltsam" scheint, wenn es für ihn gut läuft. Aber wehe, irgendetwas passt nicht: "Dann geht die Spirale abwärts - und zwar gewaltig", so Montoya, der glaubt, dass bei einem engeren Spitzenfeld dadurch auch andere Piloten gewinnen würden.

Vor einem Piloten hat der zweimalige Indy-500-Gewinner aber großen Respekt: Michael Schumacher. "Er war einer der wenigen, die wirklich stark waren. Du konntest in seinen Kopf kommen, trotzdem war er stark", lobt Montoya, der seine Formel-1-Karriere 2006 nach 94 Rennen abrupt beendete - ungekrönt.

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