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Mercedes kommt nicht zur Ruhe: Zeit von Stress und Skepsis

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff betont, dass die Entwicklung des neuen Formel-1-Autos ohne Probleme vorangeht, doch skeptisch sei man in diesen Tagen immer

(Motorsport-Total.com) - Speziell am Ende der Saison laufen viele Teams auf dem Zahnfleisch. 21 Rennen zu absolvieren, bringt die Rennställe der Formel 1 an ihre Grenzen. Wie gut, dass es da die Winterpause gibt, in der man die müden Akkus wieder aufladen kann. Doch eigentlich ist das Wort Winter"pause" nicht gerade geeignet, um den Zustand in den Fabriken der Teams zu beschreiben. Von Pause kann keine Rede sein.

Toto Wolff

Toto Wolff sorgt sich vor jeder Saison um die Konkurrenzfähigkeit Zoom

"Es ist die stressigste Zeit des Jahres", weiß Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Bei den Silberpfeilen möchte man sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Jahre ausruhen, sondern bastelt fleißig am Boliden für die neue Saison. "In einigen Bereichen der Fabriken in Brackley und Brixworth geben die Jungs unentwegt Vollgas, um das Auto und den Motor zu bauen und die Performance-Ziele zu erreichen, die wir uns selbst gesetzt haben", so der Österreicher.

In gut zwei Wochen stellt Mercedes seinen neuen Wagen für 2017 vor (die Präsentationstermine 2017), bis dahin muss die Arbeit erledigt sein. Nur wenige Tage später geht man bei den Wintertestfahrten erstmals auf die Strecke. Das bedeutet für das Team, dass es noch einmal die Reserven aus sich herausholen muss: "Wenn man die Performance ans Limit bringt, dann pusht man sehr hart. Diese Tage sind sehr schwierig", sagt Wolff.


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Die Formel-1-Saison 2017 stellt gleichzeitig einen Neubeginn dar. Weil es drastische Regeländerungen gibt, können die Silberpfeile ihren bisher großen Vorsprung nicht mehr verwalten. Das gibt der Konkurrenz Möglichkeiten, die Dominanz von Mercedes endlich zu brechen. Doch das wird nicht einfach, weil natürlich auch das Team von Toto Wolff alles daran setzen wird, wieder die Nummer 1 zu sein.

Und dort befindet man sich laut dem Motorsportchef auf Kurs: "Wir haben uns aggressive Ziele gesetzt, bei denen wir denken, wo das Auto sein sollte - das Gleiche gilt für den Motor", unterstreicht Wolff und betont, dass es bisher "keine großen Dramen" gab. "Wir arbeiten mit Vollgas, um diese Ziele zu erreichen. Aber werden diese Ziele genug sein? Oder werden andere Teams besser aus den Startblöcken kommen?", fragt er sich.


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Keiner weiß, was die Konkurrenz macht und auf welchem Niveau diese derzeit agiert. Schlauer ist man frühestens bei den Testfahrten Ende Februar, doch Gewissheit hat man erst beim Saisonauftakt in Melbourne im März. Wolff muss zugeben, dass bei den Silberpfeilen derzeit große Skepsis herrscht, ob die Arbeit, die man leistet, gut genug sein wird.

Das habe jedoch nichts mit den großen Regeländerungen zu tun, sondern war auch in den vergangenen Jahren trotz großer Dominanz der Fall, wie Wolff betont: "Das ist die Mentalität des Teams. Sie sorgt nicht für schönere Tage, aber so funktionieren wir."

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