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  • 07.02.2017 · 22:21

  • von Daniel Halder

Toto Wolff: Bottas soll Rosbergs Rolle bei Mercedes einnehmen

Der Mercedes-Boss glaubt nicht an einen erneuten Stallkrieg im Team - Der ruhige Finne und Lewis Hamilton seien zu unterschiedliche Persönlichkeiten

(Motorsport-Total.com) - Es ist eine der großen Fragen vor dem Start der Formel-1-Saison 2017: Wie wird sich das neue Mercedes-Teamduell Lewis Hamilton gegen Valtteri Bottas entwickeln. Kann der Neuzugang aus Finnland mit dem dreimaligen Weltmeister mithalten oder ihn sogar besiegen, wie es Vorgänger Nico Rosberg gelungen ist. Anthony Hamilton, der Vater des Vizeweltmeisters, schickte vorsorglich bereits eine Warnung an Bottas: "Jeder, der es mit Lewis aufnimmt, muss seine Laufbahn gut geplant haben. Wenn du gegen ihn antrittst, kann es dich deine Karriere kosten."

Lewis Hamilton, Valtteri Bottas

Bei Mercedes denkt man, dass Lewis Hamilton und Valtteri Bottas gut harmonieren Zoom

Steht der Mercedes-Rennstall also erneut vor einem beinharten Psychoduell seiner beiden Piloten, so wie es in den vergangenen Jahren zwischen Hamilton und Rosberg der Fall war? Teamchef Toto Wolff sieht das noch ganz entspannt und gibt sich betont zuversichtlich: "Ich glaube, die Balance zwischen Lewis und Valtteri passt. Die beiden haben sehr unterschiedliche Persönlichkeiten", so der Österreicher, der dabei noch einmal erklärt, weshalb man bei der Neubesetzung des Weltmeister-Cockpits auf Bottas setzte.

"Uns war es wichtig, jemanden zu finden, der in Nicos Fußstapfen tritt. Nico füllte eine bestimmte Rolle innerhalb des Teams aus. Und Valtteri passt da gut hinein." Zwischen den Zeilen deutet Wolff damit an, dass Mercedes erneut einen Gegenpol zu Starpilot Hamilton suchte. Auf der einen Seite der extrovertierte Instinktfahrer aus England, auf der anderen Seite ein ruhiger, akribischer Arbeiter - mit dieser Taktik fuhr man bei den Silberpfeilen in den vergangenen Jahren bestens. Dreimal in Folge sicherte sich das Werksteam Fahrer- und Konstrukteurs-WM-Titel.

Toto Wolff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff setzt auf die ruhige Art seines Neuzugangs Zoom

Nun soll Bottas in Rosbergs Rolle schlüpfen und dafür sorgen, dass das Team aus Brackley und Brixworth auch weiter vor der heranstürmenden Konkurrenz - etwa dem Red-Bull-Team - bleibt. Eigengewächs Pascal Wehrlein traute man Rosbergs Fußstapfen nicht nur wegen seiner Unerfahrenheit noch nicht zu. Ein selbstbewusster Youngster gegen Platzhirsch Hamilton - da fürchtete Wolff in Erinnerung an das McLaren-Duell Hamilton gegen Fernando Alonso 2007 eine "explosive Mischung".

Für den routinierten Finnen hat er dagegen bislang nur Lob übrig. " Meiner Meinung fügt er sich super im Team ein. Wir glauben, dass die Dynamik und das Verhältnis zwischen Valtteri und Lewis passen wird", so der Teamchef abschließend. Ob dem wirklich so sein wird, werden die Formel-1-Fans spätestens ab 26. März sehen, wenn die Lichter der Startampel in Melbourne ausgehen.

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